Barclays Arena Hamburg: Basketball der Veolia Towers, Konzerte und die kommende Umbenennung, ein Familienratgeber
Hamburgs größte Mehrzweckhalle steht an der Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg, im Stadtteil Bahrenfeld direkt neben dem Volksparkstadion, und heißt aktuell Barclays Arena, bereits der vierte Name seit der Eröffnung am 8. November 2002 (bis 2010 Color Line Arena, bis 2015 O2 World Hamburg, bis 2021 Barclaycard Arena). Ein bestätigter Namensrechte-Vertrag mit der Sparda-Bank Hamburg bedeutet, dass die Halle ab dem 21. Juli 2027 Sparda-Bank Arena heißt, nachdem sich Barclays aus dem deutschen Privatkundengeschäft zurückgezogen hat; bis zu diesem Datum bleibt Barclays Arena der korrekte Name für Ticketkauf und Navigation. Die Halle fasst bis zu 16.000 Zuschauer bei Konzerten und rund 12.900 bis 15.000 bei sportlicher Bestuhlung, Eigentümerin und Betreiberin ist AEG. Hauptmieter im Sport ist derzeit Veolia Towers Hamburg (bis 2022 schlicht Hamburg Towers, nach dem Einstieg des Titelsponsors Veolia zur Saison 2022/23 umbenannt), ein Basketball-Bundesliga-Club, der seine Heimspiele auf ungewöhnliche Weise auf zwei Hallen verteilt: Die meisten Saisonspiele finden in der kleineren Inselpark Arena in Wilhelmsburg statt (rund 3.400 bis 4.000 Plätze), während eine Handvoll Topspiele pro Saison, meist gegen den FC Bayern München, in die Barclays Arena wandern, wo ein Spiel gegen Bayern 2025 mit über 12.000 Zuschauern einen Vereinsrekord aufstellte. Dieses Zwei-Hallen-Modell existiert, weil die Towers seit rund 2016 ein eigenes, neues Hallenprojekt verfolgen, informell Elbdome genannt, ohne bestätigten Standort oder Eröffnungstermin, eine Lücke, die dem Club Berichten zufolge einen EuroCup-Wildcard-Platz für die Saison 2026/27 kostete, weil der europäische Basketballverband die langfristige Hallensituation als nicht ausreichend gesichert einstufte und stattdessen vier anderen deutschen Clubs Lizenzen erteilte. Für 2026/27 bestreiten die Towers deshalb einen rein national ausgerichteten Spielplan (BBL und BBL Pokal). BBL-Ticketkategorien für Towers-Heimspiele reichen von rund 12 Euro (Stehplatz) bis etwa 48,50 Euro für die besten Plätze, mit ermäßigten Tarifen für Schülerinnen, Auszubildende und Menschen mit Behinderung; Kinder unter 6 Jahren kommen kostenlos hinein, allerdings ohne garantierten eigenen Sitzplatz. Die Anreise zur Barclays Arena ist unkompliziert: Die S-Bahn-Linien S3 und S5 halten in Stellingen, von dort fährt ein Shuttlebus zur Halle, und jedes Veranstaltungsticket enthält eine kostenlose Hin- und Rückfahrt im Hamburger Nahverkehr am Veranstaltungstag. Jenseits von Basketball ist die Barclays Arena der Ort, an dem die meisten großen Tourneekonzerte und Familienshows Hamburgs landen, darunter wiederkehrende Gastspiele von Disney On Ice und Holiday On Ice sowie Kinderformate wie die Rap-Nashorn-Show DIKKA und das schulnahe Sing-Projekt 6K UNITED.
Vier Namen seit 2002, ein fünfter bereits bestätigt
Wer eine langjährige Hamburgerin oder einen langjährigen Hamburger fragt, wie die große Halle in Bahrenfeld heißt, bekommt womöglich drei oder vier verschiedene Antworten, und alle waren zu einem bestimmten Zeitpunkt korrekt. Laut dem Wikipedia-Eintrag zur Halle eröffnete sie am 8. November 2002 als Color Line Arena, wurde 2010 zur O2 World Hamburg, wechselte 2015 zur Barclaycard Arena und trägt seit 2021 ihren aktuellen Namen, Barclays Arena. Keine dieser Umbenennungen betraf das Gebäude, die Adresse oder die Eigentümerin AEG (Anschutz Entertainment Group), die die Halle seit 2007 betreibt.
Was neu ist und für alle, die sich 2026 oder 2027 mit dieser Halle beschäftigen, wirklich wichtig zu wissen ist: Das Namenskarussell dreht sich weiter. Laut Berichterstattung von Radio Hamburg und der offiziellen Ankündigung der Sparda-Bank Hamburg hat Barclays sein Privatkundengeschäft in Deutschland eingestellt, wodurch der ursprüngliche Namensrechte-Vertrag von 2015 ohne klare Zukunft dastand. AEG hat inzwischen mit der Sparda-Bank Hamburg einen neuen, langfristigen Partner gefunden, und die Halle wird offiziell ab dem 21. Juli 2027 zur Sparda-Bank Arena. Es gibt also tatsächlich zwei korrekte Namen, die man kennen sollte: aktuell Barclays Arena, und ab jenem bestätigten Datum Sparda-Bank Arena. Tickets, Karten und Beschilderung tragen bis dahin weiterhin den Namen Barclays Arena.
| Was | Details |
|---|---|
| Adresse | Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg (Bahrenfeld, direkt neben dem Volksparkstadion) |
| Navigation fürs Parken | Hellgrundweg 50 (die Sylvesterallee selbst ist an Veranstaltungstagen für den Verkehr gesperrt) |
| Eröffnung | 8. November 2002, als Color Line Arena |
| Namensgeschichte | Color Line Arena bis 2010, O2 World Hamburg bis 2015, Barclaycard Arena bis 2021, seit 2021 Barclays Arena |
| Bestätigter nächster Name | Sparda-Bank Arena, ab 21. Juli 2027 |
| Eigentümerin/Betreiberin | AEG (Anschutz Entertainment Group), seit 2007 |
| Kapazität | Bis zu 16.000 bei Konzerten, rund 12.900-15.000 bei sportlicher Bestuhlung |
Veolia Towers Hamburg: ein Basketballclub mit zwei Heimhallen
Hauptmieter der Barclays Arena im Sport ist derzeit Veolia Towers Hamburg, ein Basketball-Bundesliga-Club (BBL) mit einem wirklich ungewöhnlichen Heimhallen-Modell, das Neuankömmlinge leicht falsch einschätzen. Laut dem Wikipedia-Eintrag zum Club wurde das Team 2013 vom früheren Spieler Pascal Roller und dem Unternehmer Wolfgang Sahm gegründet, um nach einer elfjährigen Pause professionellen Basketball nach Hamburg zurückzubringen. 2018/19 gewann der Club die Meisterschaft der zweiten Liga ProA und stieg in der folgenden Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in die Basketball-Bundesliga auf. Aus dem ursprünglichen Namen Hamburg Towers wurde Veolia Towers Hamburg, nachdem das Umweltdienstleistungsunternehmen Veolia zur Saison 2022/23 als Titelsponsor einstieg.
Der Punkt, an dem viele stolpern: Die Towers spielen nicht alle Heimspiele in der Barclays Arena. Ihre tatsächliche Saisonheimat ist die deutlich kleinere Inselpark Arena im Stadtteil Wilhelmsburg, eine Halle mit rund 3.400 bis 4.000 Plätzen, die im Oktober 2014 eröffnete und direkt mit der S3 bis zur Station Wilhelmsburg erreichbar ist. Nur eine Handvoll Topspiele pro Saison, am beständigsten das Spiel gegen den FC Bayern München, wandert wegen der viel größeren Kapazität in die Barclays Arena. Die eigene Arena-Seite des Vereins bestätigt, dass ein Spiel gegen Bayern 2025 in der Barclays Arena mit über 12.000 Zuschauern einen Vereinsrekord aufstellte, eine Größenordnung, die die Inselpark Arena schlicht nicht fassen kann.
| Inselpark Arena (Wilhelmsburg) | Barclays Arena (Bahrenfeld) | |
|---|---|---|
| Rolle | Reguläre BBL- und BBL-Pokal-Heimspiele | Handvoll Topspiele pro Saison, hauptsächlich gegen den FC Bayern München |
| Kapazität | Rund 3.400-4.000 | Bis zu rund 15.000 bei Basketball |
| Eröffnung | Oktober 2014 | November 2002 |
| Anreise | S3 bis Wilhelmsburg | S3/S5 bis Stellingen, dann Shuttlebus |
| Aktuelle Zuschauernotiz | Reguläre Kapazitätsauslastung | Vereinsrekord über 12.000 gegen Bayern München (2025) |
Warum baut der Club nicht einfach eine eigene Halle und beendet die Frage? Genau das versucht er seit Jahren, bisher ohne Erfolg. Laut der eigenen Mitteilung des Vereins zur EuroCup-Situation 2026/27 verfolgt Veolia Towers Hamburg seit rund 2016 den Plan einer eigenen neuen Arena, informell Elbdome genannt, mit einem 2022 grob festgelegten Standort, aber ohne realistische Bau- oder Eröffnungsperspektive vor den frühen 2030er-Jahren. Genau diese ungelöste Infrastrukturlücke nannte der europäische Basketballverband direkt als Grund, als er den Towers für die Saison 2026/27 eine EuroCup-Wildcard verweigerte und stattdessen vier anderen deutschen Clubs (ratiopharm ulm, NINERS Chemnitz, SKYLINERS Frankfurt und den ROSTOCK SEAWOLVES) Lizenzen erteilte, deren langfristige Hallensituation als stabiler eingestuft wurde. Der Kommentar von Sportdirektor Marvin Willoughby zur Entscheidung war deutlich: Ohne neue Infrastruktur könne der Club auf diesem europäischen Niveau nicht verlässlich mithalten. Für 2026/27 heißt das für Veolia Towers Hamburg einen rein nationalen Spielplan, BBL und BBL Pokal, ohne EuroCup obendrauf, bei unverändertem Wechsel zwischen Inselpark Arena und gelegentlichen Barclays-Arena-Abenden.
Foto von Bence Szemerey auf Pexels
Tickets und das Freialter für Kinder
BBL-Ticketkategorien für Veolia Towers Hamburg folgen einer gestaffelten Preisleiter statt eines einzigen Festpreises. Für die Saison 2025/26 zusammengetragene Angaben nennen Stehplätze ab rund 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), aufsteigend über mehrere Sitzkategorien bis etwa 48,50 Euro für die oberste Preisstufe, mit Ermäßigungen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende und Menschen mit anerkannter Behinderung (für Begleitpersonen mit dem entsprechenden Merkzeichen “B” gilt zusätzlich ein Rabatt).
Speziell für kleine Kinder gilt: Unter 6-Jährige kommen kostenlos hinein, allerdings ohne eigenen garantierten Sitzplatz, das heißt sie sitzen entweder auf dem Schoß oder teilen sich die Fläche mit einer sitzenden Begleitperson, statt einen eigenen Platz zu belegen. Wer möchte, dass das eigene Kind neben einem selbst einen eigenen Sitz bekommt, sollte lieber eine der ermäßigten Kinderkategorien einplanen, statt sich auf die freie Eintrittsregel zu verlassen. Anders als bei manchen Fußball- und Eishockeyclubs in Deutschland war zum Zeitpunkt der Recherche kein eigenes Familienticket-Paket der Veolia Towers bestätigt, ein Blick in den aktuellen Ticketshop des Vereins vor einem Besuch lohnt sich also.
Jenseits von Basketball: was sonst in der Barclays Arena läuft
Basketball ist nur ein Teil dessen, was den Kalender der Barclays Arena füllt, und für Familien ohne besonderes Interesse am Sport ist der Rest des Programms wohl der nützlichere Grund, die Halle überhaupt zu kennen. Als Hamburgs größte Mehrzweckhalle mit deutlich über 100 Veranstaltungen im Jahr ist die Barclays Arena der Standardort für große Tourneekonzerte (zuletzt unter anderem Tame Impala und Apache 207) und für großformatige Familienunterhaltung, mit wiederkehrenden Gastspielen von Disney On Ice und Holiday On Ice unter den festen Programmpunkten.
Es gibt auch einen eigenen Kinderkalender, den man direkt im Blick behalten sollte, statt anzunehmen, er tauche nur rund um die Basketballsaison auf. Buchungslisten von Veranstaltungsvermittlern zeigen DIKKA, ein rap-thematisches Nashorn-Format speziell für kleine Kinder, mit der Show “Boah ist das krass” in der Halle, außerdem tritt regelmäßig 6K UNITED auf, ein großformatiges Singprojekt speziell für Schulklassen (dritte bis siebte Klasse) und Kinderchöre (8 bis 13 Jahre). Keines dieser Formate setzt Interesse an oder Wissen über Veolia Towers Hamburg voraus, ein Blick in den eigenen Veranstaltungskalender der Arena zeigt, was für das gewünschte Datum tatsächlich im Verkauf ist.
Mit Kindern anreisen
Die postalische Adresse der Halle lautet Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg, im Stadtteil Bahrenfeld direkt neben dem Volksparkstadion, doch der eigene Anreise-Ratgeber der Arena macht einen wichtigen Unterschied deutlich: Die Sylvesterallee selbst ist nur dann für den allgemeinen Verkehr offen, wenn keine Veranstaltung läuft, und wird bei laufendem Betrieb (abgesehen von Shuttlebussen) komplett gesperrt. Die praktische Route führt über die S-Bahn: Die Linien S3 und S5 halten beide in Stellingen, von dort fährt ein Shuttlebus direkt zum Hallen-Eingang.
Ein Detail, das sich vor einem zusätzlichen Ticketkauf lohnt zu wissen: Jedes Veranstaltungsticket enthält bereits die kostenlose Hin- und Rückfahrt im Hamburger HVV-Nahverkehrsnetz für diesen Tag, ein separates Fahrschein-Ticket ist also nicht nötig. Autofahrende sollten in der Navigation Hellgrundweg 50 statt der Adresse Sylvesterallee eingeben, da dies die tatsächlich genutzte Einfahrt zu den Parkflächen der Halle ist; früh loszufahren lohnt sich wirklich, weil das benachbarte Volksparkstadion manchmal am selben Tag eigene Veranstaltungen hat und sich die gemeinsam genutzten Zufahrtswege stauen können.
Schritt für Schritt
- Bis zum 21. Juli 2027 "Barclays Arena" verwenden. Nach diesem bestätigten Datum heißt dieselbe Halle Sparda-Bank Arena; Adresse und Gebäude bleiben unverändert.
- Prüfen, in welcher Halle das eigene Veolia-Towers-Spiel tatsächlich stattfindet. Die meisten Saisonspiele laufen in der Inselpark Arena in Wilhelmsburg, nicht in der Barclays Arena; nur eine Handvoll Topspiele, hauptsächlich gegen den FC Bayern München, wandert in die größere Halle.
- Für einen eigenen Sitzplatz des Kindes ein Kinderticket einplanen. Unter 6-Jährige kommen kostenlos hinein, aber ohne garantierten eigenen Platz.
- Bei Bedarf ein Nicht-Basketball-Event ins Auge fassen. Disney On Ice, Holiday On Ice und Kinderkonzerte wie DIKKA gehören regelmäßig zum Programm der Barclays Arena.
- S3 oder S5 bis Stellingen nehmen und den Shuttlebus nutzen, statt entlang der Sylvesterallee zu laufen, die an Veranstaltungstagen für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist.
- Kein separates Fahrschein-Ticket kaufen. Die kostenlose HVV-Fahrt am Veranstaltungstag ist bereits im Arena-Ticket enthalten.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag fasst öffentlich zugängliche Informationen aus Wikipedia, Pollstar, Radio Hamburg, der offiziellen Ankündigung der Sparda-Bank Hamburg sowie den offiziellen Seiten barclays-arena.de und hamburgtowers.de zusammen, Stand Mitte 2026. Es handelt sich nicht um eine offizielle Auskunft der Halle oder des Vereins. Namensrechte, Ticketkategorien, die Hallenzuordnung einzelner Spiele und Veranstaltungskalender ändern sich regelmäßig, und die Umbenennung von Barclays zu Sparda-Bank Arena ist ein bestätigter zukünftiger Schritt, kein bereits vollzogener; aktuelle Details sollten direkt bei barclays-arena.de oder hamburgtowers.de bestätigt werden, bevor ein Besuch geplant oder ein Ticket gekauft wird.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Barclays Arena oder Sparda-Bank Arena, welchen Namen soll ich benutzen?
Bis auf Weiteres Barclays Arena. Die Halle hat seit ihrer Eröffnung 2002 bereits dreimal den Namen gewechselt (Color Line Arena, O2 World Hamburg, Barclaycard Arena), und ein im Juni 2026 bestätigter Vertrag bedeutet, dass sie ab dem 21. Juli 2027 Sparda-Bank Arena heißt, nachdem Barclays sein Privatkundengeschäft in Deutschland eingestellt und Betreiberin AEG mit der Sparda-Bank Hamburg einen neuen Namensrechte-Partner gefunden hat. Bis zu diesem Juli-2027-Termin ist Barclays Arena der richtige Name für Tickets, Navigation und offizielle Informationen; danach wird Sparda-Bank Arena auf Beschilderung, Tickets und Karten erscheinen, Adresse und Gebäude selbst bleiben unverändert.
Finden Heimspiele von Veolia Towers Hamburg tatsächlich in der Barclays Arena statt?
Nur ein Teil davon, und es lohnt sich, vor einem Besuch zu wissen, welcher. Der eigentliche Heimspielort für die meisten Saisonspiele der Basketball-Bundesliga (BBL) ist die deutlich kleinere Inselpark Arena in Wilhelmsburg mit rund 3.400 bis 4.000 Plätzen. Nur eine Handvoll Topspiele pro Saison, am häufigsten gegen den FC Bayern München, wandert wegen der viel größeren Kapazität in die Barclays Arena, wo ein Spiel gegen Bayern 2025 mit über 12.000 Zuschauern einen Vereinsrekord aufstellte. Wer ein Ticket bucht, sollte die für das jeweilige Spiel angegebene Halle prüfen, statt anzunehmen, dass jedes Heimspiel automatisch in der Barclays Arena stattfindet.
Warum teilen die Towers ihre Heimspiele auf zwei Hallen auf, statt sich für eine zu entscheiden?
Der Grund ist ein seit Jahren ungelöstes Hallenprojekt. Laut der eigenen Mitteilung des Vereins verfolgt Veolia Towers Hamburg seit rund 2016 den Bau einer eigenen, neuen Arena, informell Elbdome genannt, mit einem 2022 grob festgelegten Standort, aber ohne realistischen Bau- oder Eröffnungstermin vor den frühen 2030er-Jahren. Genau dieses Fehlen einer gesicherten, langfristigen Infrastruktur wurde direkt genannt, als der europäische Basketballverband dem Club für die Saison 2026/27 eine EuroCup-Wildcard verweigerte und die Lizenzen stattdessen an vier andere deutsche Clubs mit stabilerer Hallensituation vergab. Bis der Elbdome oder eine gleichwertige Lösung tatsächlich existiert, arbeiten die Towers mit dem, was sie haben: einer kleinen, maßgeschneiderten Spielstätte in der Inselpark Arena für den Saisonalltag und gelegentlichen größeren Abenden in der Barclays Arena, wenn die Nachfrage es rechtfertigt.
Was kostet ein Basketball-Familienausflug, und gibt es ein Freialter für kleine Kinder?
BBL-Ticketkategorien für Veolia Towers Hamburg folgen einer gestaffelten Preisleiter statt eines einzigen Festpreises. Für die Saison 2025/26 zusammengetragene Angaben nennen Stehplätze ab rund 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), aufsteigend über mehrere Sitzkategorien bis etwa 48,50 Euro für die oberste Preisstufe, mit Ermäßigungen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende und Menschen mit anerkannter Behinderung (für Begleitpersonen mit entsprechendem 'B'-Merkzeichen gilt zusätzlich ein Rabatt). Speziell für kleine Kinder gilt: Unter 6-Jährige kommen kostenlos hinein, allerdings ohne eigenen garantierten Sitzplatz, sie sitzen also entweder auf dem Schoß oder teilen sich die Fläche mit einer sitzenden Begleitperson statt einen eigenen Platz zu besetzen. Wer möchte, dass das eigene Kind neben einem selbst einen eigenen Sitz hat, sollte eher eine der ermäßigten Kinderkategorien einplanen, statt sich auf die freie Eintrittsregel zu verlassen. Anders als bei manchen Fußball- und Eishockeyclubs in Deutschland war zum Zeitpunkt der Recherche kein eigenes Familienticket-Paket der Veolia Towers bestätigt, aktuelle Kategorien lassen sich direkt im Ticketshop des Vereins prüfen.
Können wir die Barclays Arena besuchen, ohne zu einem Basketballspiel zu gehen?
Ja, und für viele Familien ist das sogar der einfachere Einstieg. Die Barclays Arena ist Hamburgs Hauptbühne für große Tourneekonzerte und Familienunterhaltung, mit wiederkehrenden Gastspielen von Disney On Ice und Holiday On Ice neben großen Konzerttourneen, und regelmäßig werden auch dedizierte Kinderformate gebucht, etwa die rap-thematische Nashorn-Show DIKKA und 6K UNITED, ein groß angelegtes Singprojekt speziell für Schulklassen und Kinderchöre. Keines davon setzt ein Interesse an Basketball, Eishockey oder der sportlichen Geschichte der Halle voraus, ein Blick in den eigenen Veranstaltungskalender der Arena zeigt, was aktuell im Verkauf ist.
Was ist der einfachste Weg zur Barclays Arena mit Kindern?
Mit der S-Bahn (Linien S3 und S5) bis Stellingen fahren, dann den Shuttlebus nehmen, der an Veranstaltungstagen vom Bahnhof zum Hallen-Eingang fährt; das erspart den Fußweg entlang der Sylvesterallee, die bei laufender Veranstaltung für den allgemeinen Verkehr gesperrt und nur für Shuttlebusse offen ist. Ein wirklich nützliches Detail: Jedes Veranstaltungsticket enthält bereits die kostenlose Hin- und Rückfahrt im Hamburger HVV-Nahverkehr für diesen Tag, ein zusätzliches Fahrschein-Ticket ist also nicht nötig. Wer mit dem Auto kommt, sollte in der Navigation statt der offiziellen Adresse Sylvesterallee 10 lieber Hellgrundweg 50 eingeben, da dies die tatsächlich für die Parkflächen genutzte Einfahrt ist; früh loszufahren lohnt sich, weil das benachbarte Volksparkstadion manchmal am selben Tag eigene Veranstaltungen hat und sich die gemeinsam genutzten Zufahrtswege stauen können.
