München schickt Ihr Kind wirklich auf eine Wochenreise: So funktionieren die Ferienfreizeiten
Ferienfreizeiten sind Münchens eigene, mehrtägige Feriencamps mit Übernachtung, organisiert vom städtischen Sozialreferat und offen für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahren, die mit Hauptwohnsitz in München gemeldet sind, konkret Postleitzahlen ab 80 oder 81. Die Fahrten dauern meist fünf bis zehn Tage, sind komplett betreut durch geschulte Teamer und schließen Transport sowie Verpflegung im Preis ein. Ziele reichen vom bayerischen Umland bis nach Italien, Slowenien oder Kroatien, je nach konkretem Programm. Pro Feriensaison lassen sich bis zu sechs Anmeldungen abgeben, tatsächlich vergeben werden aber höchstens drei bestätigte Freizeiten mit insgesamt maximal vier Wochen. Für Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen nach Paragraf 53 der Abgabenordnung oder mit laufendem Leistungsbezug, etwa Bürgergeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen, gibt es Ermäßigungen, auf die allerdings kein Rechtsanspruch besteht. Geschwisterkinder bekommen einen Rabatt, das jüngere Geschwisterkind 10 Prozent, jedes weitere Kind 20 Prozent, und Kinder mit Unterstützungsbedarf können sich vorab direkt beim städtischen Jugendamt für eine bevorzugte Vermittlung melden. Angemeldet wird nicht laufend, sondern nur in festen Zeitfenstern über veranstaltungen.muenchen.de: 2026 lief das Losverfahren für die Faschings- und Osterferien vom 5. bis 18. Januar, für die Sommerferien vom 9. bis 29. März, mit einer bevorzugten Einbuchung bereits ab dem 23. Februar. Für die jeweils aktuellen Termine lohnt sich vorher ein direkter Blick auf die Seite, da sich die Fenster von Jahr zu Jahr leicht verschieben.
Wer mitfahren darf und wie die Anmeldung funktioniert
Neben der alltäglichen Ferienbetreuung leistet sich Münchens Sozialreferat noch etwas Ambitionierteres: echte mehrtägige Fahrten mit Übernachtung fern von zuhause, speziell für die eigenen Kinder und Jugendlichen der Stadt aufgelegt und deutlich subventioniert.
Ferienfreizeiten stehen Kindern und Jugendlichen von 5 bis 17 Jahren offen, deren Hauptwohnsitz innerhalb der Münchner Stadtgrenzen liegt, konkret in einem Gebiet mit Postleitzahlen ab 80 oder 81. Die Fahrten dauern meist fünf bis zehn Tage, werden komplett von geschulten Teamern des städtischen Jugendamts begleitet, in der Regel zwischen 18 und 35 Jahre alt und pädagogisch geschult, und schließen Transport sowie Verpflegung im Preis ein. Die Ziele reichen vom bayerischen Umland bis zu internationalen Fahrten nach Italien, Slowenien oder Kroatien, je nach konkretem Programm. Die Gruppengrößen liegen meist zwischen 16 und 40 Kindern pro Fahrt, begleitet von 5 bis 9 erwachsenen Betreuungspersonen, mit durchgehender Erreichbarkeit für Notfälle während der gesamten Reise.
| Regel | Grenze |
|---|---|
| Mögliche Anmeldungen | Bis zu 6 |
| Tatsächlich vergebene bestätigte Freizeiten | Bis zu 3 |
| Kombinierte Dauer der bestätigten Freizeiten | Bis zu 4 Wochen |
| Geschwisterrabatt | 10 Prozent für das jüngere Geschwisterkind, 20 Prozent für jedes weitere Kind |
Angemeldet wird über veranstaltungen.muenchen.de, das eigene Veranstaltungsportal der Stadt, und zwar nur in festgelegten Anmeldefenstern, nicht laufend. Für 2026 galt konkret: Das Losverfahren für die Faschings- und Osterferien lief vom 5. bis 18. Januar, für die Sommerferien vom 9. bis 29. März, wobei eine bevorzugte Einbuchung für die Sommerferien schon ab dem 23. Februar möglich war. Diese Termine verschieben sich von Jahr zu Jahr leicht, deshalb lohnt sich vor der eigenen Anmeldung ein direkter Blick auf die aktuellen Fristen statt sich auf die Daten des Vorjahres zu verlassen.
Die Kosten richten sich nach der konkreten Fahrt und werden auf Tagessatzbasis berechnet, echte Ermäßigungen sind eingebaut. Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen nach Paragraf 53 der Abgabenordnung oder mit laufendem Leistungsbezug, etwa Bürgergeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen, können eine Ermäßigung beantragen, ebenso Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. Einen Rechtsanspruch auf diesen Zuschuss gibt es ausdrücklich nicht, die Bewilligung ist eine Ermessensentscheidung im Einzelfall, und die entsprechenden Nachweise werden erst nach einer bestätigten Zusage angefordert, nicht schon bei der Anmeldung. Für Ausflüge während der Fahrt kommt üblicherweise noch ein kleiner Bargeldbetrag von etwa 10 bis 20 Euro pro Woche hinzu.

Braucht Ihr Kind zusätzliche Unterstützung, etwa wegen einer Behinderung oder eines besonderen Entwicklungsbedarfs, ist eine bevorzugte Anmeldung möglich. Dafür wird vorab direkter Kontakt zum städtischen Jugendamt benötigt, telefonisch unter 089 233-733833 oder per E-Mail an ferienangebote.soz@muenchen.de, mit Angaben zum Unterstützungsbedarf, dem Alter des Kindes und relevantem Entwicklungs- und Verhaltenshintergrund, sodass eine passende Freizeit und ein entsprechend vorbereitetes Team schon im Vorfeld gefunden werden können statt erst nach einer Standardzuteilung.
Was Eltern berichten
Familien, die Ferienfreizeiten wiederholt genutzt haben, beschreiben den Reiz ziemlich nüchtern: eine wirklich erschwingliche, vollständig betreute Fahrt fern von zuhause, die kein Elternteil selbst planen, buchen oder begleiten muss, zu einem Bruchteil dessen, was eine vergleichbare private Jugendreise kosten würde. Die praktische Lehre, die in Erfahrungsberichten immer wieder auftaucht, betrifft konkret die Anmeldezeit: Plätze für beliebte Ziele und Termine sind nach Öffnung eines Anmeldefensters schnell vergeben, wer bis kurz vor den eigentlichen Ferien wartet, landet häufiger bei einer deutlich kleineren Auswahl an übrig gebliebenen Optionen statt bei der Wunschfahrt.
Schritt für Schritt
- Prüfen Sie zuerst die Postleitzahl-Voraussetzung (80 oder 81), bevor Sie sich einzelne Fahrten genauer ansehen.
- Kontrollieren Sie auf veranstaltungen.muenchen.de das aktuelle Anmeldefenster des laufenden Jahres, warten Sie nicht auf eine Erinnerung, die Fenster sind zeitlich begrenzt.
- Melden Sie mehr als eine Fahrt innerhalb der Sechs-Anmeldungen-Grenze an, um Ihre realistischen Chancen zu verbessern, denn tatsächlich vergeben werden nur drei bestätigte Freizeiten mit insgesamt maximal vier Wochen.
- Falls Sie eine Ermäßigung erwarten, stellen Sie Ihre Nachweise zum Leistungsbezug oder Einkommen frühzeitig zusammen, angefordert werden sie erst nach einer bestätigten Zusage, nicht bei der Anmeldung selbst.
- Braucht Ihr Kind zusätzliche Unterstützung, kontaktieren Sie das Jugendamt direkt vor der Anmeldung, statt über den Standardweg anzumelden und die Situation erst danach zu erklären.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite erklärt die allgemeine Struktur von Münchens Ferienfreizeiten-Programm, konkrete Fahrtziele, Preise und Anmeldefenster ändern sich aber von Jahr zu Jahr. Bestätigen Sie aktuelle Details vor der Anmeldung direkt auf der städtischen Ferienfreizeiten-Seite und im Veranstaltungsportal.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Können wir uns anmelden, wenn wir knapp außerhalb Münchens wohnen, zum Beispiel in Ismaning oder Unterhaching?
In aller Regel nein. Die Wohnsitzvoraussetzung ist ausdrücklich eine Münchner Postleitzahl ab 80 oder 81, Familien direkt jenseits der Stadtgrenze fallen deshalb normalerweise nicht unter dieses konkrete, städtisch subventionierte Angebot. Die eigene Umlandgemeinde oder der zuständige Landkreis führt möglicherweise ein vergleichbares Programm, das lohnt sich direkt beim örtlichen Jugendamt oder der Gemeindeverwaltung nachzufragen.
Wie viele Freizeiten kann unser Kind in einem Sommer wirklich mitmachen?
Pro Feriensaison lassen sich bis zu sechs Anmeldungen abgeben, die Grenze, die am Ende wirklich zählt, liegt aber bei drei bestätigten Freizeiten mit insgesamt höchstens vier Wochen. Sechs Anmeldungen bedeuten also nicht sechs bestätigte Plätze, die breite Anmeldung erhöht eher die Chancen über mehrere Optionen hinweg, statt sechs echte Fahrten aufzustapeln.
Was gilt, wenn unser Kind eine Behinderung hat oder zusätzliche Unterstützung braucht?
Dafür gibt es eine bevorzugte Anmeldung. Melden Sie sich vorab direkt beim städtischen Jugendamt, telefonisch unter 089 233-733833 oder per E-Mail an ferienangebote.soz@muenchen.de, mit Angaben zum konkreten Unterstützungsbedarf, dem Alter Ihres Kindes und relevantem Entwicklungshintergrund. So lässt sich vorab eine passende Freizeit und ein darauf eingestelltes Team finden, statt es erst nach einer Standardvermittlung festzustellen.