Berlins Super-Ferien-Pass und Ferienkalender: Die 9-Euro-Karte und wo man Ferien-Sportcamps findet
Berlin bietet Familien zwei getrennte, aber sich ergänzende Werkzeuge, um Kinder während der Schulferien aktiv zu halten. Das erste ist ein Paar sich überschneidender Verzeichnisse. Der Ferienkalender des Landessportbunds Berlin (unter lsb-berlin.de/aktuelles/ferienkalender) ist eine fortlaufend aktualisierte Auflistung von Ferien-Camps, Schwimmkursen, Klettereinheiten und einmaligen Schnupperkursen der Sportvereine selbst, für Kinder von etwa 5 bis 27 Jahren in allen Berliner Bezirken, viele davon kostenlos oder zu Preisen von nur 3,80 bis 10 Euro. Der breitere Berliner Sommerferienkalender (unter sommerferienkalender-berlin.de) ist ein gemeinsames Projekt von fünf Organisationen, FEZ-Berlin, Jugendnetz-Berlin, JugendKulturService, Landesjugendring Berlin, und der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Berlin, der für 2026 über 200 filterbare Aktivitäten listet (Sport eingeschlossen, aber auch Kunst, Musik und Ausflüge), die vom 14. Juli bis 21. August 2026 laufen, durchsuchbar nach Alter, Bezirk und Kosten. Beliebte Wochenprogramme, etwa die thematischen Sommerwochen von SPORTKINDER BERLIN e.V. in Spandau, sind routinemäßig Monate im Voraus ausgebucht, eine Anmeldung sobald die Listen einer Saison online gehen zählt also mehr als das Warten bis zum Beginn der Ferien selbst. Das zweite Werkzeug ist der Super-Ferien-Pass, eine pauschale 9-Euro-Karte, ausgestellt von JugendKulturService im Auftrag von Berlins Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, erhältlich für jede Berliner Einwohnerin und jeden Berliner Einwohner bis einschließlich 18 Jahre. Die Ausgabe 2026/2027 ging am 22. Juni 2026 in den Verkauf und gilt vom ersten Tag der Sommerferien 2026, Donnerstag, 9. Juli 2026, bis zum letzten Tag der Osterferien 2027, Freitag, 2. April 2027, und deckt alle fünf dazwischenliegenden Ferienblöcke ab: Sommer, die Herbstferien (19.-31. Oktober 2026), die Weihnachtsferien (23. Dezember 2026-2. Januar 2027), die Winterferien (1.-6. Februar 2027), und die Osterferien selbst. Der Kernnutzen ist eine Badekarte, die während jedem dieser fünf Zeiträume einen kostenlosen Eintritt pro Tag in Berlins öffentliche Bäder gewährt (im Sommer alle Sommerbäder und das Strandbad Wannsee, den Rest des Jahres Hallenbäder, wochentags ganztägig und am Wochenende bis mittags), einmalig mit einem Foto am Kassenschalter eines beliebigen Bades vor der ersten Nutzung aktiviert und dann per QR-Code am Drehkreuz gescannt. Zusätzlich zum Schwimmen bündelt der Pass kostenlosen Eintritt in Berlins Zoo und Tierpark (bei den meisten Gutscheinen speziell auf 15 Jahre gedeckelt, obwohl der Pass selbst bis 18 gilt), kostenloses öffentliches Eislaufen, und mehr als 500 weitere Rabattgutscheine und Verlosungen für Museen, Theater, Workshops und Tagesausflüge, wobei JugendKulturService fortlaufend neue verlosungsberechtigte Veranstaltungen hinzufügt (mindestens 160 bereits kurz nach dem Junistart geplant). Er wird an Bäder-Kassen, in REWE-Supermärkten (nur bis zum Ende der Sommerferien), und über den eigenen Onlineshop von JugendKulturService verkauft, und Familien mit Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können sich die 9 Euro erstatten lassen. Der Pass selbst ist nicht übertragbar und wird auch bei Verlust nicht erstattet, es lohnt sich also, die Karte, oder ihren QR-Code, so sorgfältig zu behandeln wie ein Nahverkehrsticket.
Zwei verschiedene Werkzeuge für Berlins Schulferien
Berlin teilt das “Was machen wir mit den Kindern in den Ferien”-Problem in zwei echt getrennte Systeme auf, und es hilft zu wissen, welches welchen Teil davon löst. Das eine ist ein Paar sich überschneidender Verzeichnisse, die tatsächliche Sportcamps, Kurse und Aktivitäten von Vereinen und Jugendorganisationen listen. Das andere ist der Super-Ferien-Pass, eine einzelne Rabattkarte, die selbst keine Aktivitäten organisiert, aber Schwimmen, Museen, Eislaufen und Hunderte anderer Dinge billiger oder kostenlos macht, sobald das eigene Kind bereits dort ist. Familien, die nur eines der beiden Werkzeuge entdecken, zahlen tendenziell entweder Eintrittsgebühren, die sie nicht gebraucht hätten, oder verpassen strukturierte Sportprogramme ganz, weil sie annahmen, der Pass decke das auch ab.
Tatsächliche Sportcamps finden: zwei sich überschneidende Kalender
| Detail | Ferienkalender des Landessportbunds Berlin | Berliner Sommerferienkalender |
|---|---|---|
| Geführt von | Landessportbund Berlin / Sportjugend Berlin | FEZ-Berlin, Jugendnetz-Berlin, JugendKulturService, Landesjugendring Berlin, LKJ Berlin |
| Fokus | Nur Sport: Vereins-Camps, Schwimmkurse, Klettern, Schnupperkurse | Alles: Sport plus Kunst, Musik, Medien, Ausflüge |
| Wo | lsb-berlin.de/aktuelles/ferienkalender | sommerferienkalender-berlin.de |
| Abdeckung | Fortlaufend aktualisiert über die Ferienzeiten des Jahres | Über 200 Aktivitäten, 14. Jul.-21. Aug. 2026 für die Sommerausgabe |
| Altersgruppen | Etwa 5 bis 27, variiert je nach Eintrag | Kinder und Teenager, filterbar nach Altersband |
| Typische Kosten | Oft kostenlos; manche Kurse 3,80 bis 10 Euro | Viele kostenlos oder günstig, variiert je nach Aktivität |
| Filter | Durchsuchen nach Monat und Bezirk | Filtern nach Thema, Alter, Bezirk und Kosten |
Der Landessportbund Berlin (der Dachverband für Berlins Sportvereine) veröffentlicht den eigenen Ferienkalender speziell, um zu bündeln, was einzelne Vereine während der Schulferien bereits anbieten: Schwimmkurse in einem Bezirks-Hallenbad, einen Stand-up-Paddling-Schnupperkurs für rund 10 Euro, eine Woche Klettern in einer Einrichtung wie dem FEZ-Berlin, oder kostenlose Schnuppereinheiten in einem lokalen SportJugendClub. Er wird ausdrücklich als fortlaufend aktualisiert beschrieben, das heißt, neue Vereinseinträge kommen hinzu, sobald Vereine das eigene Ferienprogramm fertigstellen, nicht alle auf einmal zu Jahresbeginn.
Der Berliner Sommerferienkalender ist ein ganz anderes, breiteres Projekt, gemeinsam von fünf Organisationen statt eines Sportverbands geführt: FEZ-Berlin, Jugendnetz-Berlin, JugendKulturService gGmbH, Landesjugendring Berlin, und die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Berlin, mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung und Familie. Für 2026 listet er weit über 200 Aktivitäten vom 14. Juli bis 21. August, und während Sportcamps Teil der Mischung sind, sind es auch kreative Workshops, Medienprojekte und Tagesausflüge, filterbar nach Thema, Altersgruppe, Bezirk, und ob eine Aktivität kostenlos ist. Ein Verein, der eine Ferien-Sportwoche anbietet, listet sie vielleicht im Kalender des LSB, im Sommerferienkalender, oder in beiden, ein einzelnes Verzeichnis zu prüfen riskiert also, Optionen zu verpassen.
Ein konkretes Beispiel: Warum frühes Buchen tatsächlich zählt
Foto von Kindel Media auf Pexels
SPORTKINDER BERLIN e.V., eine in Spandau aktive Jugendsportorganisation, ist ein nützliches Beispiel dafür, wie diese Einträge in der Praxis tatsächlich ablaufen. Das Sommerprogramm 2026 läuft über alle sechs Wochen der Sommerferien, jede mit eigenem Thema: Wald- und Wasserabenteuer und Seilspring-Aktivitäten in Woche eins, Wassersport und Ballspiele in Woche zwei, Musik und Tanz in Woche drei, Naturerkundung und eine Escape-Room-Einheit in Woche vier, Roller-Einheiten und Radtouren in Woche fünf, und Zirkus und Akrobatik zum Abschluss von Woche sechs, mit Altersspannen von etwa 8 bis 18 je nach konkreter Aktivität. Die Anmeldung läuft über die eigene Website der Organisation, erzeugt eine Bestätigungs-E-Mail mit Zahlungsanweisungen (Barzahlung an den Abgabestellen), und bis viele Familien danach suchen, sind ganze Wochen bereits als ausgebucht markiert. Die praktische Lehre ist nicht spezifisch für diesen einen Verein: welcher Kalender auch genutzt wird, das Veröffentlichungsdatum eines Eintrags als eigene Anmeldefrist behandeln, nicht das Startdatum der Ferien.
Der Super-Ferien-Pass: Was 9 Euro tatsächlich kaufen
| Detail | Was gilt |
|---|---|
| Kosten | Pauschal 9 Euro, sinkt nicht später im Gültigkeitszeitraum |
| Wer qualifiziert sich | Berliner Einwohnerinnen und Einwohner bis einschließlich 18 Jahre |
| Ausgestellt von | JugendKulturService gGmbH, im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie |
| Im Verkauf ab | 22. Juni 2026 (Ausgabe 2026/2027) |
| Gültig | 9. Juli 2026 (Beginn der Sommerferien) bis 2. April 2027 (Ende der Osterferien) |
| Kernleistung | Badekarte: ein kostenloser Bad-Eintritt pro Tag, in jeder abgedeckten Ferienzeit |
| Zusätzlich enthalten | Kostenloser Zoo-/Tierpark-Eintritt, kostenloses Eislaufen, 500+ Rabattgutscheine und Verlosungen |
| Wo kaufen | Bäder-Kassen, REWE (nur Sommer), Onlineshop von JugendKulturService |
| Übertragbar/erstattbar | Beides Nein, auch bei Verlust |
Der Super-Ferien-Pass ist kein Sportprogramm selbst, sondern eine Rabattkarte, die eine lange Liste von Dingen, für die ein Kind sonst zahlen würde, günstiger oder kostenlos macht, solange Berlins Schulen in den Ferien sind. Er kostet pauschal 9 Euro, egal wann im Jahr er gekauft wird, wird von JugendKulturService im Auftrag der eigenen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ausgestellt (kein privates Treueprogramm), und gilt für jede Berliner Einwohnerin und jeden Berliner Einwohner bis einschließlich 18 Jahre. Die Ausgabe 2026/2027 ging am 22. Juni 2026 in den Verkauf.
Die fünf Ferienblöcke, die er abdeckt
| Ferienzeit | Termine |
|---|---|
| Sommerferien | Donnerstag, 9. Juli - Samstag, 22. August 2026 |
| Herbstferien | Montag, 19. Oktober - Samstag, 31. Oktober 2026 |
| Weihnachtsferien | Mittwoch, 23. Dezember 2026 - Samstag, 2. Januar 2027 |
| Winterferien | Montag, 1. Februar - Samstag, 6. Februar 2027 |
| Osterferien | Montag, 22. März - Freitag, 2. April 2027 |
Das sind die genauen Termine aus der eigenen Ferienordnung der Senatsbildungsverwaltung, demselben Dokument, das Berlins Schulkalenderjahre im Voraus festlegt. Die eigene Beschreibung des Passes, “vom Beginn der Sommerferien bis zum Ende der Osterferien des folgenden Jahres”, deckt sich direkt mit diesen fünf Blöcken: er beginnt an dem Tag, an dem die Sommerferien 2026 beginnen, und läuft an dem Tag ab, an dem die Osterferien 2027 enden, ohne Lücke in der Abdeckung über Herbst, Weihnachten oder Winter dazwischen.
Die Badekarte: Kostenloses Schwimmen, jede einzelne Ferienzeit
Die Hauptleistung des Passes ist die Badekarte, die während allen fünf oben genannten Ferienzeiten einen kostenlosen Eintritt pro Tag in Berlins öffentliche Bäder gewährt. Im Sommer deckt das alle Sommerbäder der Berliner Bäder-Betriebe ab, Freibäder verteilt über Bezirke einschließlich Marzahn, Monbijou, Gropiusstadt, Seestraße, am Insulaner, Humboldthain, Kreuzberg, Mariendorf, Neukölln, Olympiastadion, Pankow, Staaken-West, Wilmersdorf, und Wuhlheide, plus das Strandbad Wannsee. Während der anderen vier Ferienblöcke wechselt dieselbe Badekarte stattdessen zur Abdeckung der Hallenbäder und Freizeitbäder, da die meisten Freibäder in den kälteren Monaten schließen.
Der Zugang ist nicht rund um die Uhr unbegrenzt. Wochentags funktioniert die Badekarte ganztägig; am Wochenende ist der Eintritt nur bis mittags verfügbar, vermutlich um während der stärksten Stunden etwas Kapazität für zahlende Besuchende freizuhalten. Bevor die Karte überhaupt funktioniert, braucht sie eine einmalige Aktivierung an der eigenen Kasse eines beliebigen Bades, wo das Personal Name, Adresse und ein Passfoto hinzufügt. Danach ist der Eintritt so einfach wie das Scannen des QR-Codes der Karte am Eingangsdrehkreuz, kein Kassenbesuch mehr bei Wiederholungsbesuchen nötig. Ein zusätzliches Detail, das sich zu wissen lohnt, falls das eigene Kind ein Teenager ist: alle ab 14 Jahren müssen zusätzlich zur Badekarte selbst einen separaten Ausweis zeigen, etwa einen Schülerausweis, es reicht ab diesem Alter also nicht, nur die Karte allein mitzuführen.
Über das Schwimmen hinaus: Gutscheine, Verlosungen und kostenlose Eintritte
Schwimmen ist die meistgenutzte Leistung, aber nicht die einzige. Der Pass trägt zudem kostenlosen Eintritt in Berlins Zoo und Tierpark und kostenlosen Zugang zu den öffentlichen Eisbahnen der Stadt, plus einen rotierenden Pool von mehr als 500 weiteren Rabattgutscheinen und Verlosungsteilnahmen für Museen (das Programm nennt speziell das Museum für Naturkunde), Theater (einschließlich des Renaissance-Theater Berlin), den Botanischen Garten, Freiluftkino-Vorführungen, Boulder-Einheiten, Workshops, Opern-Probenbesuche, Freizeitpark-Ausflüge, und Tickets für Sportveranstaltungen. JugendKulturService fügt fortlaufend neue verlosungsberechtigte Aktivitäten hinzu, statt die vollständige Liste vor dem Verkaufsstart des Passes festzulegen, es lohnt sich also, während der Ferien immer wieder nachzuschauen, statt anzunehmen, die Angebotsliste sei am Kauftag der Karte fest. Kurz nach dem Start der Ausgabe 2026/2027 waren bereits mindestens 160 einzelne Veranstaltungen geplant, mit laufend weiteren.
Eine Nuance, die es sich zu erwähnen lohnt: die eigene Altersgrenze des Passes liegt bei 18, das gilt aber nicht automatisch für jeden einzelnen Gutschein darin. Kostenloser Zoo- und Tierpark-Eintritt wird zum Beispiel generell speziell nur bis 15 Jahre beschrieben, obwohl derselbe Pass ansonsten am Bad oder auf der Eisbahn für einen älteren Teenager funktioniert. Den Altersaufdruck auf einem konkreten Gutschein prüfen, statt anzunehmen, die Altersgrenze des Passes selbst decke alles darin einheitlich ab.
Wo man ihn kauft, und Hilfe für einkommensschwache Familien
Der Super-Ferien-Pass wird an mehreren Stellen in der Stadt verkauft: direkt an vielen Freibad- und Hallenbad-Kassen, in REWE-Supermärkten (allerdings nur bis zum Ende der Sommerferien, nicht ganzjährig), in verschiedenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, und über den eigenen Onlineshop von JugendKulturService. Es gibt kein einzelnes offizielles Verkaufsmonopol darauf, was angesichts der Breite der Zielgruppe bewusst so gestaltet ist.
Für Familien, für die selbst 9 Euro eine echte Überlegung sind, erlaubt Berlins eigenes Bildungs- und Teilhabepaket ausdrücklich die Erstattung der Kosten des Super-Ferien-Passes. Das lohnt sich, direkt mit der zuständigen Sachbearbeitung beim Jobcenter oder Sozialamt anzusprechen, falls die eigene Familie bereits Bildungs- und Teilhabepaket-Leistungen erhält oder dafür infrage kommen könnte, statt anzunehmen, der Pass sei nur für Familien gedacht, die im Voraus ohne Bedenken zahlen können.
Das Einzige, wofür der Pass keine Flexibilität bietet, ist, was passiert, wenn nach dem Kauf etwas schiefgeht. Er ist ausdrücklich nicht übertragbar, kann nach der Aktivierung also nicht an ein anderes Kind weitergegeben werden, und es gibt unter keinen Umständen eine Erstattung, auch nicht, wenn die physische Karte einfach verloren geht. Da ein Verlust auch den Zugang zur Badekarte und zu allen noch ungenutzten Gutscheinen für den Rest des Gültigkeitszeitraums mit sich verliert, lohnt es sich, die Karte so sorgfältig aufzubewahren wie jeden anderen wertvollen, nicht ersetzbaren Pass.
Schritt für Schritt
- Zuerst entscheiden, was tatsächlich gebraucht wird. Wer ein strukturiertes Sportcamp oder einen Kurs möchte, beginnt mit den beiden unten genannten Kalendern. Wer hauptsächlich günstigeren Eintritt zu Bädern, dem Zoo und Museen während der ohnehin freien Zeit des Kindes möchte, ist mit dem Super-Ferien-Pass direkter bedient.
- Sowohl den LSB-Ferienkalender (lsb-berlin.de/aktuelles/ferienkalender) als auch den Berliner Sommerferienkalender (sommerferienkalender-berlin.de) auf tatsächliche Sportcamps und -kurse prüfen, da Vereine nicht immer auf beiden listen.
- Sich für ein konkretes Camp anmelden, sobald ein passendes gefunden wurde, besonders bei Wochenprogrammen wie dem von SPORTKINDER BERLIN e.V. in Spandau, die Monate vor Ferienbeginn ausgebucht sein können.
- Den Super-Ferien-Pass (9 Euro) an einer Bäder-Kasse, in einem REWE-Supermarkt, oder im Onlineshop von JugendKulturService kaufen, zuerst eine mögliche Bildungs- und Teilhabepaket-Erstattung prüfen, falls die eigene Familie infrage kommen könnte.
- Die Badekarte mit einem Foto an einer beliebigen Bäder-Kasse aktivieren, vor dem ersten Besuch, danach bei jedem weiteren Besuch den QR-Code am Drehkreuz nutzen.
- Für alle ab 14 Jahren einen separaten Ausweis mitbringen, da die Badekarte allein ab diesem Alter nicht als Altersnachweis akzeptiert wird.
- Den Altersaufdruck auf einzelnen Gutscheinen prüfen (Zoo- und Tierpark-Einträge zum Beispiel oft bis 15 gedeckelt), statt anzunehmen, jede Leistung gelte bis zur eigenen 18-Jahre-Grenze des Passes.
- Die Karte als nicht ersetzbar behandeln. Sie kann nicht an jemand anderen übertragen werden, und es gibt keine Erstattung bei Verlust.
Hinweis zur Verlässlichkeit
Diese Seite spiegelt öffentlich verfügbare Informationen zu Berlins Ferien-Sportkalendern und dem Super-Ferien-Pass-Programm wider, aktuell zum Stand Mitte 2026, entnommen dem eigenen Ferienkalender des Landessportbunds Berlin, dem Berliner Sommerferienkalender und den offiziellen Beschreibungen seiner Partnerorganisationen, den Super-Ferien-Pass-Programmseiten von JugendKulturService, der eigenen Ankündigung der Badekarte-Bedingungen durch die Berliner Bäder-Betriebe, der offiziellen Ferienordnung der Senatsbildungsverwaltung für 2024/2025 bis 2029/2030, und dem veröffentlichten Programm 2026 eines konkreten Ferien-Camp-Anbieters als ein Beispiel. Preise, Gutscheinlisten, teilnehmende Bäder, und die konkrete Verfügbarkeit von Camps können sich ändern und ändern sich. Aktuelle Bedingungen direkt bei JugendKulturService, den Berliner Bäder-Betrieben, oder dem jeweiligen Verein bestätigen lassen, bevor Buchungen abgeschlossen werden oder man sich auf einen konkreten Preis oder ein Datum in diesem Artikel verlässt.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Wer genau bekommt einen Super-Ferien-Pass, und was kostet er tatsächlich?
Jedes in Berlin lebende Kind oder jeder Teenager, bis einschließlich 18 Jahre, qualifiziert sich, bei einem Pauschalpreis von 9 Euro, unabhängig davon, wann innerhalb des Gültigkeitsfensters er gekauft wird (der Preis sinkt nicht, wenn er mitten in den Ferien geholt wird). Er wird von der JugendKulturService gGmbH im Auftrag von Berlins Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ausgestellt, weshalb er über offizielle Kanäle wie Bäder-Kassen verkauft wird statt ein privates Produkt zu sein. Familien mit Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können sich die 9 Euro erstatten lassen, es lohnt sich also, das mit der zuständigen Sachbearbeitung beim Jobcenter oder Sozialamt zu klären, statt anzunehmen, die Kosten seien eine Hürde.
Was genau deckt die Badekarte ab, und gibt es zeitliche Einschränkungen?
Die Badekarte gewährt während jedem der fünf vom Pass abgedeckten Ferienzeiträume einen kostenlosen Eintritt pro Tag in Berliner-Bäder-Schwimmbäder. Im Sommer bedeutet das alle Sommerbäder Berlins (Freibäder in Bezirken einschließlich Marzahn, Gropiusstadt, Neukölln, Pankow und Olympiastadion, unter anderem) plus das Strandbad Wannsee; während der anderen vier Ferienblöcke deckt sie stattdessen die Hallenbäder und Freizeitbäder ab. Der Zugang läuft wochentags ganztägig, aber am Wochenende nur bis mittags. Die Karte muss einmal an einer beliebigen Bäder-Kasse vor der ersten Nutzung aktiviert werden (die Karte trägt Name, Adresse und ein Passfoto), danach ist der Eintritt ein einfacher QR-Code-Scan am Drehkreuz. Alle ab 14 Jahren müssen zusätzlich zur Badekarte selbst einen separaten Ausweis zeigen, etwa einen Schülerausweis.
Was ist der tatsächliche Unterschied zwischen dem LSB-Ferienkalender und dem Berliner Sommerferienkalender, und müssen wir beide prüfen?
Ja, beide zu prüfen lohnt die zusätzlichen paar Minuten. Der Ferienkalender des Landessportbunds Berlin ist sportspezifisch, vom Landessportbund und der Sportjugend Berlin geführt, und zieht Einträge direkt von einzelnen Sportvereinen, mit Camps, Kursen und Schnupperterminen in Schwimmhallen, Kletterzentren, Sportplätzen und Jugendsportvereinen in der ganzen Stadt. Der Berliner Sommerferienkalender ist breiter angelegt und wird von einer anderen Koalition aus fünf Organisationen geführt (FEZ-Berlin, Jugendnetz-Berlin, JugendKulturService, Landesjugendring Berlin, und der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Berlin), und mischt Sportangebote mit Kunst, Musik, Medien und Ausflugsprogrammen, mit über 200 Ergebnissen, filterbar nach Alter, Bezirk und Kosten. Manche Vereine listen ein Angebot nur auf einem der beiden Kalender, eine speziell auf Sport fokussierte Familie sollte den LSB-eigenen Kalender also nicht als erschöpfend annehmen.
Wie weit im Voraus sollten wir uns tatsächlich für ein bestimmtes Ferien-Sportcamp anmelden?
Früher, als das eigene Veröffentlichungsdatum des Kalenders vermuten lässt. Anbieter wie SPORTKINDER BERLIN e.V., das volle sechs Wochen thematischer Sommereinheiten in Spandau anbietet (Wald- und Wasserabenteuer, Ballspiele, Tanz, Roller-Einheiten, und Zirkus und Akrobatik darunter, für Altersgruppen von etwa 8 bis 18 je nach konkreter Aktivität), zeigen routinemäßig ganze Wochen als ausgebucht, weit bevor die Saison beginnt. Die Anmeldung läuft typischerweise online mit einer Bestätigungs-E-Mail und Zahlungsanweisungen, manchmal Barzahlung bei der Abgabe, der praktische Schritt ist also, den LSB-Ferienkalender oder Sommerferienkalender zu prüfen, sobald die Einträge einer neuen Saison online gehen, nicht abzuwarten, bis die eigentlichen Ferien näher rücken.
Gilt die 18-Jahre-Grenze des Super-Ferien-Passes für jede einzelne darin gebündelte Leistung?
Nein, und das lohnt sich, Gutschein für Gutschein zu prüfen, statt pauschale Abdeckung anzunehmen. Der Pass selbst ist für alle bis einschließlich 18 Jahre verfügbar und gültig, aber einzelne Partnerangebote darin können ihre eigenen engeren Altersgrenzen tragen. Der kostenlose Eintritt in Berlins Zoo und Tierpark wird zum Beispiel auf dem jeweiligen Gutschein generell nur bis 15 Jahre beschrieben, obwohl derselbe Pass ansonsten für eine 17-jährige Person im Bad oder auf einer Eisbahn funktioniert. Die konkreten, auf jedem Gutschein aufgedruckten oder verlinkten Bedingungen lesen, bevor angenommen wird, eine Leistung gelte einheitlich über die gesamte Altersspanne des Passes.
Was passiert, wenn der Pass verloren geht, oder wir entscheiden, ihn nicht mehr zu brauchen?
Für keinen der beiden Fälle gibt es ein Sicherheitsnetz. Der Super-Ferien-Pass ist ausdrücklich nicht übertragbar, kann also nach der Aktivierung nicht an ein Geschwisterkind oder eine Freundin bzw. einen Freund weitergegeben werden, und wird laut den eigenen Programmbedingungen von JugendKulturService unter keinen Umständen erstattet, Verlust eingeschlossen. Da eine verlorene Karte auch den Zugang zur Badekarte und zu allen ungenutzten Gutscheinen für den Rest des Gültigkeitszeitraums verloren gehen lässt, lohnt es sich, die physische Karte, oder das Telefon, mit dem sie verknüpft ist, mit derselben Sorgfalt zu behandeln wie ein Nahverkehrsticket oder einen Bibliotheksausweis.
