Frankfurt deckelt das Schulmittagessen bei 3 Euro am Tag. Welche Plattform abrechnet, hängt trotzdem von der Schule ab
Frankfurt betreibt keine einzige stadtweite Plattform, wie MensaMax das Schulmittagessen im Raum München verankert, überlässt den Preis aber auch nicht jeder Schule selbst, wie es manche Städte tun: Die Stadt setzt eine einzige Preisobergrenze für Familien und subventioniert den Rest aus dem eigenen Budget. Ein warmes Mittagessen kostet eine Familie an Frankfurts öffentlichen Schulen höchstens 3 Euro am Tag pro Kind, die Stadt trägt, was das Essen tatsächlich zusätzlich kostet. Familien mit Frankfurt-Pass zahlen stattdessen 1 Euro, und Kinder, deren Familien das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten, essen kostenlos. Dieser Zuschuss entfernt aber nicht die darunterliegende Verwaltungsebene: Jede Schule arbeitet mit ihrem eigenen beauftragten Caterer und ihrer eigenen digitalen Bestellplattform, was tatsächlich eingerichtet werden muss, variiert also von Adresse zu Adresse. Die Leibnizschule und das Friedrich-Dessauer-Gymnasium nutzen beide OFW Catering, mit Bestellung und Kontoverwaltung über die PCA-Plattform (Anmeldung unter ofw.clients.pca.de, 1-Euro-Pfand für einen RFID-Chip, Stornierungen bis 18 Uhr am Vorabend), während die Valentin-Senger-Schule einen anderen Caterer beauftragt, die Firma GEG, mit Anmeldung über die eigene Seite des Caterers und einer taggleichen Stornierungsfrist um 8:30 Uhr. Eine Familie, die zwischen zwei Frankfurter Schulen mit unterschiedlichen Caterern wechselt, beginnt den Anmeldeprozess jedes Mal von null, neues Konto, neuer Login, manchmal ein neuer Chip, obwohl die 3-Euro-Obergrenze und die Frankfurt-Pass- und BuT-Ermäßigungen überall gelten.
Die offizielle Regel
Frankfurts eigene Schulverwaltung setzt eine einzige, einfache Obergrenze für das, was eine Familie tatsächlich für ein warmes Schulmittagessen zahlt: höchstens 3 Euro am Tag pro Kind, wobei die Stadt trägt, was das Essen tatsächlich mehr kostet, aus dem eigenen Budget. Zwei Ermäßigungen sitzen unter dieser Obergrenze. Familien mit Frankfurt-Pass, der einkommensbasierten Ermäßigungskarte der Stadt, zahlen nur 1 Euro am Tag. Kinder, deren Familien das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT), die bundesweite Bildungs- und Teilhabeleistung, erhalten, essen kostenlos. Anders als in Berlin, wo kostenloses Mittagessen bis Klasse 6 direkt im Landesschulgesetz steht, ist Frankfurts Regelung ein budgetierter städtischer Zuschuss, der auf jeder Klassenstufe gilt, statt ein gesetzlicher Anspruch, der an eine bestimmte Altersgruppe geknüpft ist.
Dieser Zuschuss entfernt nicht die Ebene darunter: Welcher Caterer und welche digitale Plattform tatsächlich genutzt werden müssen, hängt vollständig von der konkreten Schule ab. Echte Beispiele aus Frankfurter Schulen zeigen mindestens zwei verschiedene Aufstellungen nebeneinander. Leibnizschule und Friedrich-Dessauer-Gymnasium arbeiten beide mit OFW Catering, Bestellung und Kontoverwaltung laufen über die PCA (Professional Card Administration GmbH)-Plattform unter ofw.clients.pca.de; speziell am Friedrich-Dessauer-Gymnasium startete diese Einrichtung im August 2025, läuft über ein Guthabenkonto, finanziert per Überweisung oder SEPA-Lastschrift, und verlangt einen rückzahlbaren 1-Euro-RFID-Chip, der an der Ausgabetheke genutzt wird. Die Valentin-Senger-Schule beauftragt stattdessen einen komplett anderen Caterer, die Firma GEG, mit Anmeldung direkt auf der eigenen Seite des Caterers statt über PCA.
| Schule | Caterer / Plattform | Stornierungsfrist |
|---|---|---|
| Leibnizschule | OFW Catering über PCA (ofw.clients.pca.de) | Verwaltet über das PCA-Bestellportal |
| Friedrich-Dessauer-Gymnasium | OFW Catering über PCA, Schul-ID 659C02; 1-EUR-RFID-Chip-Pfand | 18 Uhr am Vorabend; taggleich 8 Uhr bei Krankheit |
| Valentin-Senger-Schule | Firma GEG (bestellung-geggastro.de) | Taggleich 8:30 Uhr |
Wie die Preisobergrenze pro Familie tatsächlich aussieht
| Haushaltssituation | Preis pro Mahlzeit |
|---|---|
| Standard-Familiensatz | Bis zu 3 EUR/Tag, die Stadt subventioniert den Rest |
| Frankfurt-Pass-Inhaber | 1 EUR/Tag |
| Bildungs- und Teilhabepaket (BuT)-Empfänger | Kostenlos |
Die tatsächliche Rechnung einer Familie hängt davon ab, welche dieser drei Stufen gilt, aber in jedem Fall läuft der Mechanismus dorthin über dasselbe schulspezifische Caterer-Konto wie bei allen anderen an dieser Schule, kein separates stadtweites Zuschussportal.
Foto von Ella Olsson auf Pexels
Das echte Leben
Das Detail, das Neuankömmlingsfamilien zu überraschen scheint, ist nicht die Preisobergrenze selbst, die meisten verstehen schnell, dass 3 Euro ein gedeckelter, subventionierter Satz ist statt der echten Kosten des Essens. Es ist die Entdeckung, dass ein gedeckelter Preis trotzdem ein anzulegendes Konto bedeutet, einen caterer-spezifischen Login, den man sich merken muss, und, an einer Schule wie dem Friedrich-Dessauer-Gymnasium, ein kleines Pfand für einen physischen Chip, selbst auf der niedrigsten Preisstufe unter BuT. Eine Familie, die von einem Leibnizschule-Geschwisterkind im OFW/PCA-System zu einer Schule wechselt, die die Firma GEG nutzt, fängt effektiv von vorne an: eine andere Seite, ein anderes Konto, und eine Stornierungsfrist, die zu einer komplett anderen Tageszeit liegen kann.
Diese Variation spiegelt wider, was SettledIns Berliner Ratgeber zu demselben Thema beschreibt, verschiedene Bezirke dort beauftragen unterschiedliche Caterer, obwohl ein einziges Landesgesetz die zugrunde liegende Preisuntergrenze festlegt. Frankfurts Version läuft auf Schulebene statt auf Bezirksebene: Die Stadt setzt die Obergrenze, aber die Schule wählt den Caterer, und der Caterer legt die Plattform, das Pfand und die genaue Stornierungsfrist fest.
Schritt für Schritt
- Prüfen, welche der drei Preisstufen für den eigenen Haushalt gilt: die Standard-3-EUR/Tag-Obergrenze, 1 EUR/Tag mit Frankfurt-Pass, oder kostenlos über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).
- Direkt bei der konkreten Schule nachfragen, welchen Caterer und welche Plattform sie tatsächlich nutzt; nicht annehmen, dass sie zu einer Geschwisterschule oder einer vorherigen Schule passt, selbst innerhalb Frankfurts.
- Das Kind direkt bei diesem Caterer anmelden, ob OFW Catering über die PCA-Plattform oder die eigene Seite der Firma GEG, und mit einem kleinen rückzahlbaren Chip-Pfand kalkulieren, falls die Schule eines nutzt.
- Den Nachweis für Frankfurt-Pass oder BuT-Berechtigung direkt bei der Schule oder ihrem Caterer vorlegen, da der ermäßigte Satz über dasselbe schulspezifische Konto angewendet wird, nicht über einen separaten stadtweiten Prozess.
- Die Stornierungsfrist der konkreten Schule bestätigen; echte Beispiele reichen von 18 Uhr am Vorabend bis 8:30 Uhr am selben Tag, und wird sie verpasst, wird das Essen in der Regel unabhängig davon berechnet.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite erklärt den allgemeinen Rahmen hinter Frankfurts Schulmittagessen-Zuschuss und die schulweisen Caterer-Systeme, die aktuell an mehreren echten Frankfurter Schulen dokumentiert sind, Stand Mitte 2026. Sie ist keine offizielle Anleitung einer bestimmten Schule, eines Bezirks oder Caterers. Da Frankfurt die Caterer- und Plattformwahl jeder Schule überlässt, können der genaue Anbieter, das Pfand und die Stornierungsfrist der eigenen Schule von jedem hier genannten Beispiel abweichen, die konkreten Details direkt beim eigenen Schulsekretariat bestätigen.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Ist Schulmittagessen in Frankfurt tatsächlich kostenlos, so wie in Berlin bis Klasse 6?
Nein, und das ist ein echter struktureller Unterschied zwischen den beiden Städten. Berlin schreibt kostenloses Mittagessen bis Klasse 6 direkt in das eigene Schulgesetz. Frankfurt deckelt stattdessen, was eine Familie in jeder Klassenstufe zahlt, bei 3 Euro am Tag pro Kind, wobei die Stadt den Rest als budgetierten Zuschuss trägt statt als gesetzlichen Anspruch, der an eine bestimmte Klassenstufe geknüpft ist. Familien mit Frankfurt-Pass zahlen nur 1 Euro, und Kinder, deren Familien das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten, essen kostenlos, aber die Grundlinie für eine Familie ohne beides ist nicht null, es sind gedeckelte 3 Euro.
Wenn die Stadt das Essen subventioniert, müssen wir unser Kind trotzdem anmelden und etwas bezahlen?
Ja, und das ist das Detail, das Familien überrascht, unabhängig davon, welche Zuschussstufe für sie gilt. Die 3-Euro-Obergrenze, der 1-Euro-Frankfurt-Pass-Satz und der kostenlose BuT-Satz laufen alle über den Caterer, den die konkrete Schule beauftragt hat. Leibnizschule und Friedrich-Dessauer-Gymnasium nutzen beide OFW Catering, angemeldet über die PCA-Plattform unter ofw.clients.pca.de, mit einem 1-Euro-rückzahlbaren Chip-Pfand speziell am Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Die Valentin-Senger-Schule beauftragt stattdessen die Firma GEG, angemeldet direkt auf der eigenen Seite des Caterers. So oder so wird ein Konto erstellt und, in manchen Fällen, ein kleines Pfand gezahlt, selbst auf der niedrigsten Preisstufe.
Warum nutzt Frankfurt nicht einfach ein einziges System für jede Schule, so wie München sich größtenteils auf MensaMax verlässt?
Weil, wie in Berlin, die Schulverpflegung in Frankfurt nicht über einen einzigen stadtweiten Vertrag beschafft wird. Einzelne Schulen arbeiten mit dem ihnen verfügbaren Caterer, weshalb Leibnizschule und Friedrich-Dessauer-Gymnasium beide bei derselben OFW-Catering-und-PCA-Plattform-Einrichtung landeten, während die Valentin-Senger-Schule einen komplett anderen Caterer nutzt, die Firma GEG, mit einer eigenen separaten Anmeldeseite. Eine Familie kann nicht davon ausgehen, dass die neue Schule dieselbe Plattform wie eine vorherige nutzt, selbst innerhalb Frankfurts, und sollte direkt beim Schulsekretariat nachfragen, welcher Caterer und welche Plattform tatsächlich gelten.
Was passiert eigentlich, wenn vergessen wird, ein Essen zu stornieren, das das Kind nicht isst?
Die Frist hängt davon ab, welchen Caterer die konkrete Schule nutzt, und sie ist nicht überall gleich. Das OFW/PCA-System des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums erlaubt Änderungen oder Stornierungen bis 18 Uhr am Vorabend, mit einer taggleichen 8-Uhr-Frist speziell bei Krankheit. Das GEG-geführte System der Valentin-Senger-Schule setzt stattdessen eine taggleiche Frist um 8:30 Uhr für Anmeldungen und Stornierungen. Wird die Frist der konkreten Schule verpasst, wird das Essen in der Regel unabhängig davon berechnet, ob es gegessen wurde, es lohnt sich also, die genaue Frist direkt bei der eigenen Schule zu bestätigen, statt eines der beiden Muster anzunehmen.
Wie bekommen wir tatsächlich die Frankfurt-Pass- oder BuT-Ermäßigung angewendet?
Zunächst wird trotzdem beim Caterer der Schule angemeldet, genau wie jede andere Familie, und dann werden der Frankfurt-Pass oder die Berechtigung des Haushalts für das Bildungs- und Teilhabepaket nachgewiesen, damit der ermäßigte oder kostenlose Satz auf das Konto angewendet wird statt des Standardpreises von 3 Euro. Da die Ermäßigung über dieselbe schuleigene Plattform wie die reguläre Abrechnung verwaltet wird, nicht über ein separates stadtweites Portal, lohnt es sich, direkt beim Sekretariat oder Caterer der konkreten Schule nachzufragen, welche Unterlagen benötigt werden und wie der ermäßigte Satz im eigenen Konto eingerichtet wird.
