Wie sich Hamburger Sportvereinsbeiträge tatsächlich zusammensetzen: der Vereinsbeitrag, Sportart für Sportart
Eine Hamburger Vereinsmitgliedschaft wird nicht von Sportart zu Sportart gleich bepreist, und drei echte Hamburger Vereine zeigen, wie unterschiedlich das tatsächlich ist. Der Hamburger Schwimm-Club von 1879, einer der etablierten Schwimmvereine der Stadt, verlangt einen einheitlichen Einzelbeitrag von 30 Euro im Monat, der für Kinder nicht sinkt, einen Familienbeitrag von 54 Euro im Monat für zwei Mitglieder (plus 5 Euro im Monat je weiterem Familienmitglied), oder eine Eltern-Kind-Mitgliedschaft für 35 Euro im Monat, die grundlegenden Schwimmunterricht einschließt, alles zusätzlich zu einer einheitlichen Aufnahmegebühr von 50 Euro, egal für welche Kategorie man sich entscheidet; Wettkampfschwimmerinnen und -schwimmer zahlen einen weiteren Trainingszuschlag von 6-9 Euro im Monat plus eine separate Wettkampflizenz von 15-25 Euro im Jahr. Der Niendorfer TSV, ein großer Mehrspartenverein, dessen Fußballabteilung eines von Hamburgs größten Jugendprogrammen ist, bepreist stattdessen nach Alter: Kinder unter 18 zahlen einen Grundbeitrag von 17 Euro im Monat plus eine bescheidene Aufnahmegebühr von 9,50 Euro, Erwachsene zahlen 26 Euro im Monat plus 19 Euro Aufnahmegebühr, und Fußball selbst kommt mit einem Abteilungszuschlag von 8-12 Euro im Monat obendrauf, mit Familientarifen von 45 Euro im Monat für drei Mitglieder oder 49 Euro im Monat für vier oder mehr. Der Ruder-Club Süderelbe, ein Ruderverein an der Süderelbe, rechnet jährlich statt monatlich ab und teilt den Beitrag in einen Vereinsbeitrag plus einen separaten Verbandsbeitrag auf, der mit dem Alter stark ansteigt: Ein Kind unter 14 zahlt gerade einmal 110 Euro im Jahr Vereinsbeitrag plus 1,90 Euro Verbandsbeitrag, unter 10 Euro im Monat insgesamt, während ein aktives erwachsenes Mitglied 250 Euro im Jahr plus 36,04 Euro Verbandsbeitrag zahlt, fast neunzehnmal so viel wie der Verbandsanteil des Kindes, zusätzlich zu einer einmaligen Aufnahmegebühr von 65 Euro, die einen Schließfachplatz und ein Vereinsshirt einschließt. Unter allen drei Vereinen liegt eine stadtweite Untergrenze: Um für die Übungsleiterbezuschussung des Hamburger Sportbunds förderfähig zu sein, muss ein Verein seinen Mitgliedern mindestens 3 Euro im Monat unter 18 und 7,50 Euro im Monat für Erwachsene berechnen, was ein Verein darüber hinaus tatsächlich verlangt, bleibt aber vollständig die eigene Entscheidung. Familien mit knappem Budget sind diesen Zahlen nicht als feste Kosten ausgeliefert: Sowohl das eigene Programm Kids in die Clubs der Hamburger Sportjugend als auch das bundesweite Bildungspaket decken bis zu 15 Euro im Monat pro Kind, je nachdem, wofür ein Haushalt tatsächlich infrage kommt.
Wie sich der Preis eines Hamburger Vereins tatsächlich zusammensetzt
Ein Hamburger Verein nennt selten eine einzelne Zahl, und die Bausteine, die zusammengerechnet werden, unterscheiden sich deutlich nach Sportart. Unter fast jedem Vereinsbeitrag steckt eine Kombination aus einem Grundbeitrag (der allgemeinen Mitgliedschaftsgebühr), einem Abteilungsbeitrag (einem Zuschlag speziell für die Sportart oder Abteilung, in der ein Mitglied tatsächlich trainiert), einer einmaligen Aufnahmegebühr, und, bei Vereinen mit Anbindung an einen Sportfachverband, einem separaten Verbandsbeitrag, der direkt an diesen Verband durchgereicht wird. Welche dieser Bausteine ein Verein tatsächlich verlangt und wie groß jeder einzelne ausfällt, unterscheidet sich bei drei echten Hamburger Vereinen, einem im Schwimmen, einem großen Mehrspartenverein rund um Fußball und einem im Rudern, so stark, dass eine Familie keine Zahl aus einer Sportart auf eine andere übertragen kann.
Der Hamburger Schwimm-Club von 1879 (HSC) bepreist die Mitgliedschaft nach Haushaltsstruktur statt nach Alter. Eine Einzelmitgliedschaft kostet einheitlich 30 Euro im Monat, egal ob das Mitglied ein Kind oder eine erwachsene Person ist, und schließt Zugang zu einem Sportangebot mit Training und Vereinsveranstaltungen ein. Eine Familienmitgliedschaft für zwei Personen kostet 54 Euro im Monat, wobei jedes weitere Familienmitglied nur 5 Euro im Monat obendrauf kostet, ein echter Rabatt für gemeinsam beitretende Haushalte. Eine Eltern-Kind-Mitgliedschaft für kleine Kinder, die noch schwimmen lernen, kostet tatsächlich mehr als der einheitliche Einzelsatz, 35 Euro im Monat für das Kind plus 5 Euro im Monat je begleitendem Elternteil, weil sie strukturierte Wassergewöhnung und Anfängertechnik-Unterricht einschließt. Wettkampfschwimmende zahlen einen Leistungszuschlag, 6 Euro im Monat für drei wöchentliche Wassertrainings oder 9 Euro im Monat für mehr als drei, plus einen separaten jährlichen Schwimmpass (5 Euro, im August abgerechnet) und eine Wettkampflizenz (15 Euro/Jahr unter 12, 25 Euro/Jahr ab 12, im Februar abgerechnet). Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt einheitlich 50 Euro, unabhängig davon, welche Mitgliedschaftskategorie ein neues Mitglied wählt.
Der Niendorfer TSV (NTSV), ein großer Mehrspartenverein, dessen Fußballabteilung eines von Hamburgs größten Jugendprogrammen ist, bepreist zuerst nach Alter und erst dann nach Sportart. Kinder bis 17 zahlen einen Grundbeitrag von 17 Euro im Monat plus eine bescheidene einmalige Aufnahmegebühr von 9,50 Euro, die die allgemeine Vereinsmitgliedschaft und eine Sportabteilung abdeckt; eine zweite Abteilung im selben Verein kostet nur 2,50 Euro im Monat zusätzlich, deutlich günstiger als die erste, da der Grundbeitrag selbst nur einmal anfällt. Erwachsene zahlen einen Grundbeitrag von 26 Euro im Monat plus 19 Euro Aufnahmegebühr, und Studierende oder Auszubildende zwischen 18 und 25 erhalten einen reduzierten Satz von 17 Euro im Monat bei derselben Aufnahmegebühr von 19 Euro wie Erwachsene. Der eigene Abteilungszuschlag von Fußball liegt je nach konkreter Mannschaft und Altersgruppe bei etwa 8 bis 12 Euro im Monat, sodass die realistischen monatlichen Gesamtkosten für ein fußballspielendes Kind bei rund 25 bis 29 Euro liegen, sobald Grundbeitrag und Zuschlag zusammengerechnet werden, andere Abteilungen haben eigene Preisspannen (Basketball 10 Euro/Monat, Tennis 5-22 Euro/Monat plus eigene Aufnahmegebühr von 50-200 Euro). Gemeinsam beitretende Haushalte erhalten einen echten Mengenrabatt: 45 Euro im Monat für eine Familie mit drei Personen, 49 Euro im Monat für vier oder mehr, beide mit einer einheitlichen Aufnahmegebühr von 25,60 Euro unabhängig von der Familiengröße.
Der Ruder-Club Süderelbe (RCS), ein Ruderverein, bricht mit beiden Mustern vollständig, indem er jährlich statt monatlich abrechnet und den Beitrag in einen Vereinsbeitrag plus einen separaten Ruderverbandsbeitrag aufteilt. Ein Kind unter 14 zahlt 110 Euro im Jahr Vereinsbeitrag plus nur 1,90 Euro im Jahr Verbandsbeitrag, eine an die regionalen und nationalen Ruderverbände durchgereichte Gebühr, was insgesamt unter 10 Euro im Monat ergibt. Jugendliche zwischen 14 und 18 zahlen 150 Euro im Jahr Vereinsbeitrag plus 21,90 Euro Verbandsbeitrag. Ein aktives erwachsenes Mitglied zahlt 250 Euro im Jahr Vereinsbeitrag plus 36,04 Euro Verbandsbeitrag, fast neunzehnmal so viel wie der Verbandsanteil des Kindes, da Verbände ihre eigenen Registrierungsgebühren nach Wettkampfkategorie staffeln, statt jeder Altersgruppe denselben pauschalen Betrag zu berechnen. Paare, bei denen beide Partner eine aktive Mitgliedschaft haben, zahlen zusammen 360 Euro im Jahr plus 72,08 Euro Verbandsbeitrag. RCS zieht die Zahlung per SEPA-Lastschrift am 1. März und 1. September für Mitglieder ein, die halbjährliche Abrechnung wählen, oder am 1. Juni für Mitglieder, die die gesamte Jahresgebühr auf einmal zahlen möchten, und eine einmalige Aufnahmegebühr von 65 Euro deckt einen Schließfachplatz, ein Vereinsshirt und die Anmeldeunterlagen ab. Ein Probekurs vor dem Beitritt ist für Kinder, Jugendliche und Auszubildende kostenlos und kostet 30 Euro für eine erwachsene Person oder 50 Euro für ein Paar, bei einem Beitritt auf den Beitrag des ersten Jahres angerechnet.
| Anbieter | Laufende Kosten | Einmalige Aufnahmegebuehr | Abrechnungsrhythmus |
|---|---|---|---|
| Hamburger Schwimm-Club (Einzelperson, jedes Alter) | 30 Euro/Monat | 50 Euro | Monatlich |
| Hamburger Schwimm-Club (Eltern-Kind) | 35 Euro/Monat Kind + 5 Euro/Monat je Elternteil | 50 Euro | Monatlich |
| Niendorfer TSV (Kind, Fussball) | ~25-29 Euro/Monat (17 Euro Grundbeitrag + 8-12 Euro Fussball) | 9,50 Euro | Monatlich |
| Niendorfer TSV (Erwachsene, nur Grundbeitrag) | 26 Euro/Monat | 19 Euro | Monatlich |
| Ruder-Club Süderelbe (Kind unter 14) | ~9,33 Euro/Monat (110 Euro + 1,90 Euro Verbandsbeitrag, pro Jahr) | 65 Euro | Jaehrlich oder halbjaehrlich |
| Ruder-Club Süderelbe (aktive Erwachsene) | ~23,84 Euro/Monat (250 Euro + 36,04 Euro Verbandsbeitrag, pro Jahr) | 65 Euro | Jaehrlich oder halbjaehrlich |
| HSB stadtweite Foerder-Untergrenze | Mindestens 3 Euro/Monat unter 18, 7,50 Euro/Monat Erwachsene | Nicht zutreffend | Nicht zutreffend |
| McFit (Erwachsene, kommerzielles Fitnessstudio, 24 Monate Standardtarif) | 24,90 Euro/Monat | Aktivierungsgebuehr variiert je nach Aktion | Monatlich, 24 Monate Mindestlaufzeit |
| FitX (Erwachsene, kommerzielles Fitnessstudio) | 29,00 Euro/Monat | 29 Euro (oft in Aktionen erlassen) | Monatlich, 12 Monate Mindestlaufzeit |
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Die Hamburger Untergrenze: was jeder Verein mindestens verlangen muss
Unter der breiten Spanne, die diese drei Vereine zeigen, liegt eine stadtweite Untergrenze, der die meisten etablierten Hamburger Vereine still folgen. Die eigenen Richtlinien zur Übungsleiterbezuschussung des Hamburger Sportbunds verlangen von jedem Mitgliedsverein mindestens 3 Euro im Monat für Mitglieder unter 18 und 7,50 Euro im Monat für Erwachsene, um für HSBs eigene Übungsleiterförderung förderfähig zu bleiben, die hilft mitzufinanzieren, was ein Verein den ehrenamtlichen und nebenberuflichen Trainerinnen und Trainern zahlt, die die Angebote leiten. Rechtlich hindert nichts einen brandneuen oder sehr kleinen Verein daran, weniger zu verlangen, aber das würde bedeuten, auf genau diesen Förderzugang zu verzichten, ein echter Anreiz, der die Untergrenze bei den meisten Mitgliedsorganisationen von HSB zu einer praktischen Realität macht, nicht nur zu einer Zahl auf dem Papier. Alle drei hier vorgestellten Vereine verlangen bereits deutlich mehr als diese Untergrenze, was normal ist, die Werte von 3 Euro/7,50 Euro fungieren als Förderfähigkeits-Minimum, nicht als typischer Preis.
Hilfe bei den Beiträgen: zwei Wege, dieselbe Obergrenze von 15 Euro
Eine Familie, die diese Zahlen nicht ohne Weiteres stemmen kann, hat zwei separate Wege zur Unterstützung, und welcher gilt, hängt vom konkreten Leistungsstatus ab, nicht von freier Wahl. Kids in die Clubs, betrieben von der Hamburger Sportjugend, ist Hamburgs eigenes städtisches Programm: Es deckt bis zu 15 Euro im Monat für einen Vereinsbeitrag für Kinder aus einkommensschwachen Haushalten, die eine erweiterte Einkommensprüfung durchlaufen, sowie speziell für Pflegekinder und Kinder in öffentlicher Betreuung, beantragt über den Verein selbst. Das bundesweite Bildungspaket gilt dagegen für Haushalte, die bereits einen Leistungsbescheid nach SGB II oder SGB XII haben, oder Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, laut hamburg.des eigener städtischer Anleitung, und wird über die Stelle bearbeitet, die bereits diese konkrete Leistung verwaltet. Der separate Ratgeber zum Finden und Beitreten eines Hamburger Sportvereins auf dieser Seite behandelt die vollständigen Anspruchsvoraussetzungen und Antragsschritte für beide Programme im Detail; diese Seite konzentriert sich speziell darauf, wie die zugrunde liegenden Vereinsbeiträge tatsächlich aussehen, sobald eine Familie den vollen Preis zahlt.
Der Reihe nach vorgehen
- Klären, welche Beitragsbausteine tatsächlich gelten, bevor angenommen wird, die beworbene Zahl eines Vereins sei der Gesamtbetrag. Hamburger Schwimm-Club, Niendorfer TSV und Ruder-Club Süderelbe kombinieren jeweils eine andere Mischung aus Grundbeitrag, Abteilungszuschlag, Verbandsbeitrag und Aufnahmegebühr, also die eigene Beitragsordnung des konkreten Vereins lesen, statt anzunehmen, ein Modell passe auf jede Sportart.
- Prüfen, ob der Verein monatlich oder jährlich abrechnet, bevor die erste Zahlung fällig wird. Schwimm- und Mehrspartenvereine wie HSC und NTSV rechnen monatlich ab; Rudervereine wie RCS rechnen üblicherweise jährlich oder halbjährlich ab, was ändert, wie viel auf einmal bereitstehen muss.
- Gezielt fragen, ob eine Aufnahmegebühr einheitlich ist oder nach Mitgliedschaftskategorie variiert. NTSVs Aufnahmegebühr von 9,50 Euro für Kinder gegenüber RCS' Aufnahmegebühr von 65 Euro (die Schließfach und Shirt einschließt) zeigt, dass sich das tatsächlich von Verein zu Verein unterscheidet, nicht nur von Beitrag zu Beitrag.
- Bei einer bestimmten Sportart des Kindes den Abteilungszuschlag getrennt vom Grundbeitrag kalkulieren. Ein Fußball- oder Fitness-Zusatz bei einem Mehrspartenverein wie NTSV kann mehr zum monatlichen Gesamtbetrag beitragen als die Grundmitgliedschaft selbst.
- Wenn die Kosten eine echte Hürde sind, direkt beim Verein nach Kids in die Clubs oder dem bundesweiten Bildungspaket fragen, statt anzunehmen, keines von beiden greife. Welches passt, hängt vom konkreten Leistungsstatus des Haushalts ab, nicht von freier Wahl zwischen beiden.
- Nur mit einem kommerziellen Fitnessstudio vergleichen, wenn beide ernsthaft abgewogen werden. Selbst RC Süderelbes Erwachsenensatz und Niendorfer TSVs Erwachsenengrundbeitrag liegen unter McFits und FitX' Standardmonatspreisen, und ein Vereinsbeitrag schließt üblicherweise Trainerbetreuung ein, die eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft nicht bietet.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite fasst öffentlich zugängliche Beitragsordnungen einzelner Hamburger Sportvereine, die eigenen Förderrichtlinien des Hamburger Sportbunds, das Kids-in-die-Clubs-Programm der Hamburger Sportjugend, das bundesweite Bildungs- und Teilhabepaket, wie es über Hamburgs zuständige Stellen verwaltet wird, sowie allgemeine kommerzielle Fitnessstudio-Preise zusammen, Stand Mitte 2026. Vereinsbeiträge, Abrechnungsrhythmen und Förderfähigkeitsregeln ändern sich alle, und die Anspruchsberechtigung für Sozialleistungen wird individuell geprüft. Dies ist keine Finanz- oder Rechtsberatung. Aktuelle Beiträge direkt beim jeweiligen Verein bestätigen, dem beigetreten wird, und die eigene Förderfähigkeit bei der Hamburger Sportjugend oder der Stelle, die die konkrete Leistung verwaltet, bestätigen, bevor ein Antrag gestellt wird.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Warum berechnet der Hamburger Schwimm-Club für ein Kind und einen Erwachsenen denselben Beitrag, wenn die meisten anderen Hamburger Vereine für Kinder Rabatt geben?
Das liegt daran, wie der Verein sein Angebot strukturiert, nicht an einer Regel, dass Schwimmvereine so bepreisen müssten. Die eigene Preisliste des Hamburger Schwimm-Clubs von 1879 setzt einen einheitlichen Satz von 30 Euro im Monat für eine Einzelmitgliedschaft an, ganz ohne Altersstaffel. Wo der Verein tatsächlich einen Rabatt einbaut, ist die Haushaltsstruktur, nicht das Alter des Mitglieds: Eine Familienmitgliedschaft für zwei Personen kostet 54 Euro im Monat (18 Euro günstiger als zwei separate Einzelmitgliedschaften), und jedes weitere Familienmitglied danach kostet nur 5 Euro im Monat extra. Eine Eltern-Kind-Mitgliedschaft, gezielt für kleine Kinder, die noch schwimmen lernen, kostet tatsächlich mehr als der einheitliche Einzelsatz, 35 Euro im Monat, weil sie strukturierte Wassergewöhnung und Anfängertechnik-Unterricht einschließt, den eine einfache Einzelmitgliedschaft nicht bietet.
Wie kombiniert sich der Fußballabteilungsbeitrag des Niendorfer TSV tatsächlich mit der Grundmitgliedschaft?
Die beiden sind separate Posten, die zusammen abgerechnet werden, keine einzelne Kombinationszahl auf der Preisliste des Vereins. Ein Kind unter 18 zahlt zuerst NTSVs Grundbeitrag, 17 Euro im Monat, der die allgemeine Vereinsmitgliedschaft und eine Sportabteilung nach Wahl abdeckt. Fußball selbst kommt dann mit einem eigenen Abteilungszuschlag obendrauf, je nach konkreter Mannschaft und Altersgruppe etwa 8 bis 12 Euro im Monat, sodass die realistischen monatlichen Gesamtkosten für ein fußballspielendes Kind bei rund 25 bis 29 Euro liegen, sobald beide Posten zusammengerechnet werden, vor der separaten einmaligen Aufnahmegebühr von 9,50 Euro. Eine zweite Sportart im selben Verein kostet nur weitere 2,50 Euro im Monat, deutlich günstiger als die erste Abteilung, da der Grundbeitrag nur einmal anfällt, unabhängig davon, wie viele Sportarten ein Mitglied betreibt.
Warum springt der Verbandsbeitrag des Ruder-Club Süderelbe zwischen einem Kind und einem Erwachsenen so stark?
Der Verbandsbeitrag ist überhaupt nicht der eigene Beitrag des Vereins, sondern eine separate Durchleitungsgebühr, die der Verein im Namen der regionalen und nationalen Ruderverbände einzieht, und Verbände staffeln ihre eigenen Beiträge typischerweise nach Wettkampfkategorie, statt jedem Mitglied denselben pauschalen Betrag zu berechnen. Bei RC Süderelbe zahlt ein Kind unter 14 nur 1,90 Euro im Jahr für diesen Verbandsbeitrag, neben 110 Euro eigenem Vereinsbeitrag, während der Verbandsbeitrag eines aktiven erwachsenen Mitglieds 36,04 Euro im Jahr beträgt, zusätzlich zu 250 Euro Vereinsbeitrag. Der Unterschied spiegelt wider, dass die Verbandsregistrierung für erwachsene Wettkampfkategorien Verwaltungs- und Versicherungskosten mit sich bringt, die der Verband selbst festlegt, nicht etwas, das der Ruder-Club Süderelbe kontrolliert oder daran verdient.
Ist der Mindestbeitrag von 3 Euro/7,50 Euro des Hamburger Sportbunds etwas, das jeder Hamburger Verein tatsächlich verlangt?
Es ist eine Förderbedingung, kein stadtweites Gesetz, dem jeder Verein unabhängig von den Umständen gehorchen muss. Die eigenen Richtlinien zur Übungsleiterbezuschussung des Hamburger Sportbunds setzen die Untergrenze bei 3 Euro im Monat für Mitglieder unter 18 und 7,50 Euro im Monat für Erwachsene, ausdrücklich als Voraussetzung dafür, dass ein Verein für HSBs eigene Übungsleiterförderung förderfähig bleibt, die hilft, was ein Verein den eigenen Trainerinnen und Trainern zahlt, mitzufinanzieren. Nichts hindert einen brandneuen oder sehr kleinen Verein rechtlich daran, weniger zu verlangen, aber das würde bedeuten, auf genau diesen Förderzugang zu verzichten, ein echter Anreiz, den die meisten etablierten Vereine nicht verlieren wollen. In der Praxis macht das 3 Euro und 7,50 Euro zu einer echten praktischen Untergrenze bei den meisten HSB-Mitgliedsvereinen, auch wenn nichts einen brandneuen oder sehr kleinen Verein zwingt, sich daran zu halten.
Was ist der Unterschied zwischen Kids in die Clubs und dem bundesweiten Bildungspaket, um einen Hamburger Vereinsbeitrag zu decken?
Es sind zwei separate Verwaltungswege, die auf dieselbe Obergrenze von 15 Euro im Monat pro Kind zulaufen, und welcher für eine bestimmte Familie gilt, hängt vom konkreten Leistungsstatus ab, nicht von freier Wahl. Kids in die Clubs, betrieben von der Hamburger Sportjugend, ist Hamburgs eigenes städtisches Programm, gezielt für einkommensschwache Familien, die eine erweiterte Einkommensprüfung durchlaufen, sowie speziell für Pflegekinder und Kinder in öffentlicher Betreuung; die Beantragung läuft über den Verein selbst, der die Unterlagen weiterleitet. Das bundesweite Bildungspaket (Bildung und Teilhabe) gilt dagegen speziell für Haushalte, die bereits einen Leistungsbescheid nach SGB II oder SGB XII haben, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, oder Asylbewerberinnen und Asylbewerber sind, bearbeitet über die Stelle, die bereits diese konkrete Leistung verwaltet, statt über die Hamburger Sportjugend. Der separate Ratgeber zum Finden und Beitreten eines Hamburger Sportvereins auf dieser Seite behandelt die vollständigen Anspruchsvoraussetzungen und Antragsschritte für beide Wege im Detail.
Wie schlägt sich der tatsächliche Preis eines Hamburger Vereins gegenüber einem kommerziellen Fitnessstudio, wenn alles zusammengerechnet wird?
Selbst am teureren Ende der drei hier vorgestellten Vereine bleibt eine erwachsene Vereinsmitgliedschaft deutlich unter der typischen Preisgestaltung kommerzieller Fitnessstudios in Hamburg. McFits eigene aktuelle Preisliste nennt einen Tarif von 24,90 Euro im Monat bei 24 Monaten Mindestlaufzeit, oder 29,90 Euro im Monat bei 12 Monaten Laufzeit, mit einer einmaligen Aktivierungsgebühr, die je nach laufender Aktion variiert, und FitX nennt einheitlich 29 Euro im Monat plus eine einmalige Anmeldegebühr von 29 Euro bei 12 Monaten Mindestlaufzeit. Dagegen kommt RC Süderelbes aktive Erwachsenenmitgliedschaft auf rund 23,84 Euro im Monat, sobald Vereinsbeitrag und Verbandsbeitrag zusammengerechnet werden, Niendorfer TSVs Erwachsenengrundbeitrag liegt bei 26 Euro im Monat vor jedem Sportzuschlag, und nur die 30-35-Euro-Sätze des Hamburger Schwimm-Clubs für Einzel- und Eltern-Kind-Mitgliedschaften landen im Fitnessstudio-Bereich, und das, bevor berücksichtigt wird, dass eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft Zugang zu Geräten ohne Trainerbetreuung kauft, während ein Vereinsbeitrag üblicherweise strukturiertes Training einschließt.
