Berlin führt tatsächlich zwei getrennte Sport-Integrationsprogramme für Zugezogene, die meisten Familien finden nur eines
Berlin führt nicht ein, sondern zwei Sport-Integrationsprogramme für Zugezogene, und beide sind unterschiedlich besetzt und aufgebaut. Das bundesweite Programm 'Integration durch Sport' (IdS), seit 1989 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern koordiniert, wird in Berlin vom eigenen IdS-Team des Landessportbund Berlin (LSB Berlin) umgesetzt, erreichbar unter ids@lsb-berlin.de oder 030 30098-521, besetzt mit vier hauptberuflichen Sportpädagoginnen und Sportpädagogen (Britt Finkelmann als Programmleitung, dazu Piotr Werner, Ulrike Kühn und Mareike Korb) plus einer Mini-Job-Stelle, die Ehrenamtliche in jedem Bezirk unterstützt. Bundesweit arbeitet IdS mit rund 1.531 angeschlossenen Vereinen, davon 890 als Stützpunktvereine speziell für zugezogenenfreundliche Angebote ausgestattet. Getrennt davon betreibt Berlin sein eigenes, stadtspezifisches Projekt namens Sportbunt, Teil des Masterplans Integration und Sicherheit des Senats, das 2026 sein 10-jähriges Bestehen markiert und sich speziell auf Menschen mit Fluchterfahrung konzentriert. Das Sportbunt-Team umfasst tatsächlich drei namentlich benannte Sport-Integrations-Coaches mit jeweils eigener Bezirksgruppe (Daniel Samson, Enrico Zanusso, Ramin Sedighi), direkt per Telefon, E-Mail oder ein Online-Kontaktformular auf sportbunt.de erreichbar, dazu eine Projektleitung (Sabrina Hampe, mit Sandra Kilbert als kommissarischer Vertretung) und eine Sachbearbeitung (Julia Dieckmann) für Anfragen und Fördermittel. Seit dem Start hat Sportbunt mehr als 100 Berliner Vereine gefördert und bildet, über die reine Vermittlung in Vereine hinaus, Geflüchtete selbst zu zertifizierten Trainerinnen und Trainern aus: Der Jahrgang Februar 2024 zur Schwimmtrainerausbildung wählte 20 Personen aus 70 Bewerbungen aus mehr als einem Dutzend Nationalitäten für die offizielle DOSB-C-Lizenz-Ausbildung aus. Pfeffersport e.V., Berlins größter Inklusionssportverein mit über 5.000 Mitgliedern und mehr als 50 Aktivitäten in Prenzlauer Berg, Pankow, Mitte und Kreuzberg, ist seit 2009 Stützpunktverein und führt sein eigenes Projekt 'Bunt wie wir' direkt an Geflüchtetenunterkünften in Pankow. Um einen Verein unabhängig vom Migrationshintergrund zu finden, listet die kostenlose Datenbank Sportangebote des LSB Berlin rund 900 Freizeitsportangebote, filterbar nach Sportart, Bezirk und Wochentag. Einkommensschwache Haushalte können außerdem 15 Euro im Monat für einen Vereinsbeitrag über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten, je nach bezogener Leistung über Jobcenter, Wohngeldstelle, Sozialamt oder Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten beantragt.
Zwei Türen, nicht eine
Wurde einer Familie mit Migrations- oder Fluchthintergrund in Berlin geraten, sich “einfach an das Programm Integration durch Sport zu wenden”, ist dieser Rat unvollständig, denn Berlin führt tatsächlich zwei getrennte Initiativen mit unterschiedlichen Strukturen, unterschiedlichen Zielgruppen und unterschiedlichen Wegen, tatsächlich eine reale Person zu erreichen.
Das erste ist das bundesweite Programm selbst. Die eigene Integrationsseite des LSB Berlin bestätigt, dass “Integration durch Sport” (IdS) seit 1989 bundesweit läuft, koordiniert vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern (BMI). In Berlin wird es von einem kleinen, eigenen Team des LSB Berlin umgesetzt: vier hauptberufliche Sportpädagoginnen und Sportpädagogen, namentlich Britt Finkelmann als Programmleitung sowie Piotr Werner, Ulrike Kühn und Mareike Korb, plus einer Mini-Job-Stelle, die Ehrenamtliche in jedem Bezirk unterstützt. Bundesweit arbeitet IdS mit rund 1.531 angeschlossenen Vereinen, davon sind 890 als Stützpunktvereine benannt, Vereine, die speziell ausgestattet und finanziert sind, um niedrigschwellige Angebote für Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund durchzuführen. Die eigene Werbeseite des LSB Berlin für neue Stützpunktvereine bestätigt, dass die Förderung bis zu 3.000 Euro pro Einzelmaßnahme und 6.000 Euro pro Verein und Jahr erreicht, beantragt über das eigene digitale Förderportal des DOSB.
Das zweite ist Sportbunt, ein nur in Berlin laufendes Projekt mit engerem, schärferem Fokus: speziell Menschen mit Fluchterfahrung. Die eigene Seite von Sportbunt ordnet es dem Masterplan Integration und Sicherheit Berlins zu und markiert 2026 das 10-jährige Bestehen, was bedeutet, dass es um 2016 startete, in den Jahren direkt nach den Fluchtbewegungen von 2015. Strukturell funktioniert es überhaupt nicht wie eine durchsuchbare Datenbank. Die eigene Seite “Sportangebote für Geflüchtete” beschreibt einen Kontaktformular-Prozess: eine Familie gibt die bevorzugte Sportart, den Bezirk, das Alter und das Geschlecht an, und einer der eigenen Coaches von Sportbunt meldet sich direkt.
| Integration durch Sport (IdS), bundesweit | Sportbunt, nur Berlin | |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Breiter Migrations- und Fluchthintergrund | Speziell Menschen mit Fluchterfahrung |
| Läuft seit | 1989 bundesweit | Rund 2016, 10 Jahre 2026 |
| Berliner Team | 4 hauptberufliche Sportpädagoginnen/-pädagogen plus 1 Mini-Job-Stelle | 3 namentliche Sport-Integrations-Coaches mit Bezirkszuordnung, plus Projektleitung und Sachbearbeitung |
| Wie man erreicht | ids@lsb-berlin.de oder 030 30098-521 | Direkter Coach-Kontakt oder Online-Formular auf sportbunt.de |
| Das Besondere | Fördert bis zu 6.000 Euro/Jahr pro Verein für Stützpunktverein-Aktivitäten | Bildet Geflüchtete selbst zu zertifizierten Coaches aus, z.B. Schwimmlehrerinnen und -lehrer |
| Coach | Abgedeckte Bezirke | Kontakt |
|---|---|---|
| Daniel Samson | Mitte, Neukölln, Treptow-Köpenick, Lichtenberg, Friedrichshain-Kreuzberg | Daniel.Samson@lsb-berlin.de, 030 30002-804 |
| Enrico Zanusso | Marzahn-Hellersdorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf | Enrico.Zanusso@lsb-berlin.de, 030 30002-808 |
| Ramin Sedighi | Reinickendorf, Spandau, Tempelhof-Schöneberg, Pankow | Ramin.Sedighi@lsb-berlin.de, 030 30002-806 |
Über diese drei Bezirks-Coaches hinaus besteht das Sportbunt-Team aus drei weiteren Personen ohne eigene Bezirkszuordnung: Sabrina Hampe als Projektleiterin, Sandra Kilbert als kommissarische Projektleiterin, und Julia Dieckmann in der Sachbearbeitung, zuständig für Anfragen und Fördermittel rund um das Geflüchteten-Sportprogramm.
Pfeffersport und Oranje Berlin zeigen, wie das in der Praxis aussieht
Pfeffersport e.V. ist Berlins klarstes, am längsten laufendes Beispiel dafür, wie ein Stützpunktverein diese Arbeit tatsächlich leistet. Es ist Berlins größter Inklusions- und Breitensportverein, mit mehr als 5.000 Mitgliedern (rund 70 Prozent Kinder und Jugendliche), rund 300 Übungsleiterinnen und Übungsleitern, und über 50 verschiedenen Sport- und Bewegungsangeboten an Standorten in Prenzlauer Berg, Pankow, Berlin-Mitte und Kreuzberg. Er ist seit 2009 als Stützpunktverein benannt. Das eigene Projekt “Bunt wie wir”, beschrieben auf der Seite des Vereins, begann 2013 an einer Geflüchtetenunterkunft in der Mühlenstraße in Pankow, erweiterte sich 2015 auf eine Unterkunft in der Storkower Straße, und fügte später eine Kooperation in der Treskowstraße hinzu. Die wöchentlichen Angebote dort decken eine echte Altersspanne ab: Ringen und Spielspiele für 5- bis 7-Jährige, Ballspiele für 7- bis 12-Jährige, Kleinkindaktivitäten für 2- bis 4-Jährige, Zirkuskünste, Fußball und ein Fitnesskurs für Frauen, gemeinsam finanziert von LSB Berlin und DOSB. 2023 gewann ein Team aus dem Projekt mit dem Spitznamen “Storkies” den ersten Platz in einer Breitensport-Fußballliga. Interessierte Familien kontaktieren Koordinatorin Margarete Goj direkt unter goj@pfeffersport.de.
Ein zweites, anders aufgebautes Beispiel ist Oranje Berlin e.V., ein seit 2009 in Charlottenburg ansässiger multikultureller Fußballverein. Der Verein beschreibt sich auf der eigenen Seite als “ein multikultureller, multinationaler Fußballverein” mit mehr als 20 Mannschaften, mit einem Trainerstab aus aller Welt; die eigenen Materialien listen Herkünfte aus Kanada, Polen, den Niederlanden, Deutschland, Ghana, der Türkei, der Ukraine und Japan. Oranje Berlin wird unter den Vereinen genannt, die in Berlins eigenen Materialien zu “Integration durch Sport” vorgestellt werden, neben Pfeffersport, was ihn zu einer zweiten konkreten, namentlich genannten Option über die beiden großen koordinierenden Organisationen hinaus macht.
Über die Vermittlung hinaus: Sportbunt bildet Geflüchtete selbst zu Coaches aus
Sportbunts Arbeit geht über die reine Vermittlung von Familien an bestehende Vereine hinaus, sie bildet auch neue Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus der Geflüchtetencommunity selbst aus. Der eigene Bericht des LSB Berlin zum Jahrgang Februar 2024 beschreibt die dritte Runde einer Ausbildung zur Schulschwimmtrainerin bzw. zum Schulschwimmtrainer, durchgeführt gemeinsam mit dem Berliner Schwimm-Verband und finanziert vom LSB Berlin sowie den Senatsverwaltungen für Bildung und für Sport. Aus 70 Bewerbungen wurden 20 Personen (12 Männer, 8 Frauen) ausgewählt, die mehr als ein Dutzend Länder repräsentieren, darunter Palästina, Südkorea, Irak, Iran, Libanon, Ukraine, Turkmenistan, Syrien, Polen, Uganda und Nigeria. Sportbunt-Mitarbeiterin Bianca Zierenberg-Williamson wird zitiert, wie sie die eigene Vielfalt der Gruppe als den Ort beschreibt, an dem “Integration ganz konkret und praktisch stattfindet”. Teilnehmende, die Rettungsschwimm-, Erste-Hilfe- und Unterrichtsanforderungen bestehen, erhalten eine offizielle DOSB-C-Lizenz zum Schwimmunterricht in Berlins zwölf Schulschwimmzentren, an Schulen und in Vereinen. Sportbunt bietet außerdem getrennt davon kostenlosen Zugang zu breiteren Trainerqualifikationen, darunter die C-Lizenz und die B-Trainer-Lizenz, für alle, die nicht nur einer Gruppe beitreten, sondern sie leiten möchten.
Jeden Verein finden, unabhängig vom Migrationshintergrund
Weder IdS noch Sportbunt ersetzen das grundlegende Werkzeug, das jede Berliner Familie zuerst kennen sollte. Die Datenbank Sportangebote des Landessportbund Berlin ist eine kostenlose, durchsuchbare Datenbank mit rund 900 Freizeitsportangeboten stadtweit, filterbar nach Sportart, Wochentag und Bezirk, mit direkt angegebenen Vereinskontaktdaten, Adressen und Telefonnummern. Sie ist nicht speziell für Zugezogene gedacht, aber der schnellste Weg zu sehen, was in der eigenen Nähe tatsächlich verfügbar ist, bevor entschieden wird, ob die persönlichere Coach-Vermittlung von Sportbunt oder die Stützpunktverein-Beratung von IdS gebraucht wird.
Was sich in der Praxis zeigt
Es gibt keinen großen öffentlichen Forumsstrang, der IdS und Sportbunt speziell vergleicht, die meisten Familien finden eines der beiden Programme eher indirekt, über eine Unterkunft, eine Schule, oder Mundpropaganda, statt gezielt nach den Programmen namentlich zu suchen. Das aufschlussreichere Muster zeigt sich darin, wie die Organisationen ihre eigene Arbeit beschreiben: Der Bericht des LSB Berlin zum Schwimmtrainer-Jahrgang zitiert bewusst Personal zum Wert einer wirklich gemischten Gruppe von Auszubildenden, statt das Programm als einseitige Wohltätigkeit darzustellen, und die eigenen Materialien von Pfeffersport beschreiben, wie “Bunt wie wir” organisch aus konkreten Unterkunfts-Partnerschaften gewachsen ist, statt aus einem von oben verordneten Rollout. Dieser Unterschied ist praktisch bedeutsam: Der tatsächliche Einstiegspunkt einer Familie ist meist ein bestimmter Coach, eine Koordinatorin oder ein Unterkunftskontakt, keine allgemeine Hotline.
Schritt für Schritt
- Ist die eigene Familie geflüchtet und braucht eine persönliche Vermittlung an einen aufnehmenden Verein, direkt den Sportbunt-Coach des eigenen Bezirks über die obige Tabelle kontaktieren, oder das kurze Formular unter sportbunt.de/fuer-gefluechtete/sportangebote/ ausfüllen.
- Um den Stützpunktverein-Status eines bestimmten Vereins zu verstehen, oder im Namen eines breiteren Community-Projekts, das IdS-Team des LSB Berlin per E-Mail unter ids@lsb-berlin.de oder telefonisch unter 030 30098-521 erreichen.
- Zuerst die Datenbank Sportangebote des LSB Berlin für eine allgemeine Vereinssuche durchsuchen, filterbar nach Sportart, Wochentag und Bezirk, unabhängig vom Hintergrund der eigenen Familie.
- Bei jedem Verein direkt nach einem Probetraining fragen, kein Deutsch erforderlich, das ist Standardpraxis bei Berliner Vereinen.
- Ist die Kosten das Hindernis, das Bildungs- und Teilhabepaket bei der zur eigenen Leistung passenden Stelle beantragen, dem Jobcenter für Bürgergeld, der Wohngeldstelle für Wohngeld oder Kinderzuschlag, dem Sozialamt für Sozialhilfe, oder dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, deckt 15 Euro im Monat für den Vereinsbeitrag eines Kindes.
- Möchte eine erwachsene Person in der Familie zertifizierte Trainerin oder zertifizierter Trainer werden, nicht nur Mitglied, bei Sportbunt nach dem nächsten Schwimmtrainer-, C-Lizenz- oder B-Trainer-Jahrgang fragen unter sportbunt@lsb-berlin.de.
Hinweis zur Verlässlichkeit
Diese Seite beschreibt Deutschlands bundesweites Programm “Integration durch Sport” und Berlins eigenes Projekt Sportbunt, einschließlich namentlich genannter Kontakte, Vereinsbeispiele und Jahrgangszahlen, Stand Ende Juli 2026. Programmkontakte, Coach-Zuordnungen, Förderverfügbarkeit und Stützpunktverein-Status können sich ändern, aktuelle Details also direkt beim IdS-Team des LSB Berlin, bei Sportbunt, oder beim jeweiligen Verein bestätigen, bevor auf etwas hier Beschriebenes gehandelt wird.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen IdS und Sportbunt, und welches sollte unsere Familie zuerst kontaktieren?
IdS ist das ältere, bundesweite Programm, das seit 1989 läuft und für eine breite Palette an Migrationshintergründen offen ist, nicht nur für Geflüchtete, und in Berlin wird es vom eigenen kleinen IdS-Team des LSB Berlin geleitet, vier hauptberufliche Sportpädagoginnen und Sportpädagogen und eine Mini-Job-Stelle. Sportbunt ist Berlins eigenes, neueres Projekt, Teil des Masterplans Integration und Sicherheit des Senats, und ausdrücklich auf Menschen mit Fluchterfahrung ausgerichtet, mit drei namentlich benannten Coaches, die jeweils eine Gruppe von Bezirken betreuen, dazu einer Projektleitung und einer Sachbearbeitung für Anfragen. Ist Ihre Familie geflüchtet und braucht eine direkte, persönliche Vermittlung an einen aufnehmenden Verein, beginnen Sie mit dem Kontaktformular von Sportbunt oder erreichen Sie direkt den Coach für Ihren Bezirk. Fragen Sie im Namen eines breiteren Projekts für Zugezogene oder möchten Sie den Stützpunktverein-Status eines bestimmten Vereins verstehen, ist das IdS-Team des LSB Berlin unter ids@lsb-berlin.de der richtige erste Kontakt.
Ist Pfeffersports Projekt 'Bunt wie wir' für jede Geflüchtetenfamilie offen, oder nur für Menschen in bestimmten Unterkünften?
Die eigene Seite des Projekts beschreibt es als direkt aus der Zusammenarbeit mit bestimmten Unterkünften entstanden, beginnend 2013 in der Mühlenstraße in Pankow und später erweitert auf die Storkower Straße und die Treskowstraße, sodass die wöchentlichen Kernangebote um diese Standorte herum aufgebaut sind. Trotzdem ist Pfeffersport selbst ein riesiger Verein mit allgemeiner Mitgliedschaft, mit mehr als 5.000 Mitgliedern und über 50 Aktivitäten in Prenzlauer Berg, Pankow, Mitte und Kreuzberg, sodass sich eine Familie außerhalb dieser bestimmten Unterkünfte trotzdem direkt an den Verein wenden kann. Koordinatorin Margarete Goj ist unter goj@pfeffersport.de erreichbar, um zu fragen, was für die eigene Situation realistisch verfügbar ist.
Müssen wir Deutsch sprechen, und ist das für unsere Familie tatsächlich kostenlos?
Für den Einstieg in beide Programme ist kein Deutsch erforderlich, genau diese Lücke sollen beide schließen. Die Programme selbst, die Coach-Vermittlung, die Beratung und die Probeeinheiten sind kostenlos. Das hebt nicht automatisch den eigenen Mitgliedsbeitrag eines bestimmten Vereins auf, der von jedem einzelnen Verein selbst festgelegt wird, aber es kombiniert sich mit echter Kostenhilfe: Haushalte, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen beziehen, können 15 Euro im Monat für den Beitrag eines Kindes über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten, und manche über Sportbunt oder IdS geförderte Vereine erlassen geflüchteten Kindern die Beiträge komplett, direkt beim jeweiligen Verein nachfragen.
Kann eine erwachsene Person mit Flucht- oder Migrationshintergrund über diese Programme zertifizierte Trainerin oder zertifizierter Trainer werden, nicht nur als Mitglied beitreten?
Ja, und Sportbunt behandelt das als Kernbestandteil der eigenen Arbeit, nicht als Nebenleistung. Der Jahrgang Februar 2024 zur Ausbildung von Schulschwimmtrainerinnen und -trainern, durchgeführt mit dem Berliner Schwimm-Verband, wählte 20 Teilnehmende aus 70 Bewerbungen aus mehr als einem Dutzend Ländern aus, darunter Palästina, Ukraine, Syrien, Irak und Iran, und bildete sie auf eine offizielle DOSB-C-Lizenz zum Schwimmunterricht in Berlins Schulschwimmzentren und Vereinen hin aus. Sportbunt bietet außerdem kostenlosen Zugang zu breiteren Trainerqualifikationen wie der C-Lizenz und der B-Trainer-Lizenz. Für Fragen zum nächsten Jahrgang direkt Sportbunt unter sportbunt@lsb-berlin.de kontaktieren.
